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9. September 2026

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Die Blechbläserkammermusik in Ungarn
Nr. 48 • 1984 Digitalisiert • 9 Sept. 2026

Ungarn-Spezial

Die Blechbläserkammermusik in Ungarn

Der ungarische Musiker und Pädagoge wurde 1930 geboren. Er war Schüler von Imre Lubik an der Franz-Liszt-Musikakademie. Seit 1963 unterrichtet er an diesem Institut.Seit mehr als 30 Jahren hat er mit ungarischen Spitzenorchestern gespielt. Er ist Gründungsmitglied des ungarischen Blechbläserquartetts. Ausserdem unterrichtet er Kammermusik für Blechbläser an der Akademie und im Musiklager von Barcs. Er hat auch verschiedene Werke veröffentlicht: Anfänger Trompeten- und Kammermusik, Kammermusikliteratur usw.Die Ungaren liessen sich zur Zeit der Völkerwanderung um 986 in ihrer heutigen Umgebung am Fusse der Karpaten nieder. Trotzdem gibt es musikalische Überlieferungen aus jener Gegend lange vor dieser Zeit. Beim Plattensee wurde ein Haus aus der Bronzezeit ausgegraben, etwa 2000 v. Chr., unter dessen zahlreichen Fundgegenständen sich auch ein schneckenförmiges Muschelhorn befand. Dies und zwei andere in Ungarn aufgefundene Schneckenhörner sind die ältesten im Lande aufgefundenen Verwandten der Blechblasinstrumente.In der Römerzeit wurden in unserem Land viele Städte und Garnisonen gegründet, die während der letzten 50 Jahre laufend ausgegraben wurden. Eine der Entdeckungen war eine perfekt erhaltene römische Tuba, die heute im Budapester Nationalmuseum ist. Neben diesen Musikinstrumentenfunden bezeugen auch geschriebene Dokumente dass die Ungaren schon in der Völkerwanderungszeit Blechblasinstrumenten-ähnliche Instrumente verwendeten. Nach der Besetzung ihres neuen Landes marodierten sie weiter westwärts und kamen 926 bis St. Gallen südlich des Bodensees. Dies erzählt der Chronist über die Ungaren: «Ihre Vorhut und Kundschafter signalisierten mit Claironsignalen und Schüssen, dass Feinde in der Gegend seien.» Auch: «Nachdem sie das Kloster niedergebrannt hatten, hörten die Ungaren mit dem Hornlärm auf, beendeten ihr Kriegsgeschrei und zogen ab…» Dies beweist, dass die Ungaren schon während der Völkerwanderung Blechblasinstrumente benutzten.Viele Informationen sind uns aus den folgenden Jahrhunderten überliefert über die Verwendung der Blechblasinstrumente durch die Ungaren zu Kult- und Kriegszwecken — wie es ja auch die westeuropäischen Völker zu jener Zeit zu tun pflegten. Ein Inventar des Klosters Pannonhalma aus dem 11. Jahrhundert führt zwei Hörner aus Silber auf, eines davon vergoldet. Im Gebetbuch der heiligen Elisabeth von Ungarn aus dem 12./13. Jhdt. findet sich eine Miniatur, die ein zeitgenössisches Orchester zeigt. Eines der fünf abgebildeten Instrumente ist ein Horn. Vom 14. Jhdt. an teilten sich die Funktionen der Trompeter allmählich in Hof- und Militärmusik auf. Sozialstatus und Arbeit dieser Trompeter war gleich wie in Westeuropa. Deshalb möchte ich hier nicht weiter ins Detail gehen und bloss eine kleine illustrative Anekdote aus jener Zeit erzählen: Anlässlich der Hochzeitszeremonie von König Mathias und Beatrix von Arragonien wird viel von Trompetern berichtet. Interessanter aber ist noch, dass Königin Beatrix ihren eigenen Lieblingsposaunisten aus Neapel mitbrachte, der plötzlich am Weihnachtsabend verstarb. Er wurde mit grossem Pomp in Buda begraben, und seine Posaune und seine Lieblingsblasinstrumente wurden auf seinem Katafalk aufgebahrt.Blasorchester entwickelten sich aus den Trompetenensembles der Armee. Von Blechbläserkammermusik spricht man in unserem Land erst seit 1948. Damals begann mein leider frühverstorbener Lehrer, der Trompetenkünstler Imre Lubik, seine Versuche. Erst heute, dreissig Jahre später, können wir seine Weitsicht richtig einschätzen, dass er, obwohl von der Welt abgeschnitten, die Wichtigkeit der Kammermusik erfasste und versuchte, sie auf unsere Instrumente zu übertragen. Sein Ensemble war das erste Blechbläser-Kammerensemble unseres Landes. Sein Enthusiasmus teilte er auch seinen Schülern mit, welche seine Arbeit dann weiterführten.

Von Frigyes Varasdy

Die musikalische Ausbildung der Blechbläser in Ungarn
Nr. 48 • 1984 Digitalisiert • 9 Sept. 2026

Ungarn-Spezial

Die musikalische Ausbildung der Blechbläser in Ungarn

Höchste Ausbildungsqualität, sichere Stellen und bescheidene Löhne prägten eine ungarische Blechbläserwelt voller bemerkenswerter Gegensätze.

Von Jean-Pierre Mathez

Internationaler Trompetenwettbewerb, Budapest 1984
Nr. 48 • 1984 Digitalisiert • 9 Sept. 2026

Ungarn-Spezial

Internationaler Trompetenwettbewerb, Budapest 1984

Budapest 1984 zeigte die Kluft zwischen technischer Brillanz und musikalischer Reife, während drei bedeutende Trompeter den Sinn des Wettbewerbs hinterfragten.

Von Timofey Dokschidser, Philip Jones, Théo Mertens

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Nr. 24 · 1978

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Knackige Blechbläser-Zitate

Die Trompete in den USA

Vor vielen Jahren erstand William Vacchiano vom New York Philharmonic Orchestra eine Bach D-Trompete, die viel zu hoch spielte. Als er sich darüber bei Vincent Bach beklagte, antwortete ihm dieser auf seine unnachahmliche Art, dass Vacchiano eben nicht wisse, wie man das Instrument richtig spiele! So legte Vacchiano das Instrument in einen Kasten, ohne es weiter zu spielen. Zwanzig Jahre später entdeckte er dann, dass das Instrument unkorrekterweise mit einem Es-Trompeten Mundrohr ausgestattet worden war!

— Thomas Stevens

Nr. 43 1983

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Welches Horn für welche Musik?

Soll der Hornist heute nun für Bach ein corno da caccia, für Mozart ein Inventionshorn, für Brahms ein F-Horn blasen? Ich tue es - aber nur unter der Voraussetzung, dass das Ensemble gleicherweise mit historischen Instrumenten ausgerüstet ist. Sonst ergäbe sich ein Effekt, wie wenn man einen Eisenbahnwagen der Jahrhundertwende an einen TEE koppelte ...

— Hermann Baumann

Nr. 3 1972

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Gesichter

Historische Momente aus den Journal-Seiten des Brass Bulletin.

Elgar Howarth: Più piano!

Elgar Howarth: Più piano!

Howarth, wie er (sic!) das Philip Jones Brass Ensemble ermutigt, leiser zu spielen...

Photo Gordon Clarke, Sydney

Brass Bulletin Nr. 47 1984

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    Intonation, Haltetöne und Mundstückübungen prägen James Stamps subtilen Ansatz, bei dem Gehör und ökonomisches Spiel die Technik bestimmen.

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  2. Nr. 47 · 1984

    John Fletcher

    Mit grösseren und lauteren Blechblasinstrumenten sieht John Fletcher etwas Wesentliches schwinden: individuelle Stimme, Klarheit und Charakter im Spiel.

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    Zurück im Jahr 1984 begegnet Arban Virtuosen, neuen Instrumenten und einer rastlosen Blechbläserwelt, in der sein gewaltiges Erbe plötzlich fern erscheint.

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  5. Nr. 46 · 1984

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    Die Tuba wird zum Labor für Zirkularatmung, Rohrblätter, Dämpfer und Musiktheater, während Melvyn Poore ihre angestammte Orchesterrolle hinter sich lässt.

    Von Thomas Aitken

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    Die Blechblasinstrumente in den Opern von Berlioz

    Bei Berlioz werden Hörner, Posaunen, Kornette und Saxhörner zu dramatischen Kräften, die Distanz, Feierlichkeit, Angst und orchestrale Farbe prägen.

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