- Abilene/Conn
- Chicago/Lewis
- Chicago/Schilke
- Elkhorn/Getzen
- Elkhorn/Holton
- Kenosha/Martin
- Elkhart/Blessing
- Elkhart/Bach
- Grand Rapids/Yamaha
- Boonsboro/Lawson
Die Nachfrage nach Holzblasinstrumenten setzte seiner Zeit lange vor dem Interesse an Blechblasinstrumenten ein. Beispielsweise weist ein New Yorker Dokument von 1786 einen umfangreichen Import verschiedenster Instrumente auf, Violinen, Spinette, Klarinetten, usw., aber keine Blechblasinstrumente. Diese waren noch nicht weit genug entwickelt, um in einer Band gespielt zu werden. Die Erfindungen in Europa der Klappenhorninstrumente am Ende des 18. und die der Ventile am Beginn des 19. Jahrhunderts steigerten die Einsatzmöglichkeiten ganz beträchtlich. 1834 wurde denn auch die vermutlich erste Brass Band gegründet, die «Dodworth Band of New York» und ein Jahr später die «Boston Brass Band». In den gleichen Jahren wurden auch die ersten Blechblasinstrumente in den USA selbst gebaut.
Der bedeutendste Instrumentenbauer der Anfangszeit war Samuel Graves, der 1824 die Graves & Co. gründete. Zuerst waren es ausschliesslich Holzblasinstrumente, und erst mit der Hilfe von James Keat, einem sehr guten Instrumentenbauer aus London, konnte Graves 1837 mit dem Bau von Blechblasinstrumenten beginnen.
Vier weitere Instrumentenbauer sind aus dem 19. Jh. hervorzuheben:
- Joseph Lathrop Allen (aktiv 1833-1872), Erfinder eines effizienten Drehventils
- E.G. Wright (aktiv 1839-1869), welcher u.a. Klappenhörner in Gold und Silber für Bandleader baute. Er gründete 1869 mit Samuel Graves die «Boston Musical Instrument Manufactory».
- Thomas D. Paine (aktiv 1841-1881), Erfinder des Schnurmechanismus für Drehventile
- Isaac Fiske (aktiv 1842-1887), von welchem verschiedene Ventilpatente stammen. In den 50er Jahren wurde eine Kornett Gruppe gegründet, die nur seine Instrumente spielte, die «Fiske’s Cornet Band». 1887 verkaufte er die Firma an C.G. Conn & Co.
(Eliason, Robert E. «Early American brass makers», Nashville 1979; Redway, Virginia, «Music directory of early New York city», New York 1941)
Für die nächsten Nummern des BRASS BULLETIN ist eine Folge von Kurzberichten über meine Besuche und Besichtigungen vorgesehen, beginnend in der kommenden Ausgabe mit den Firmen C.G. Conn & Co. und Schilke Music Products, Inc.
* Stephan Suter (*1961): 1968-1980: Rudolf Steiner Schule Basel; 1980-1984; Berufslehre bei der Fa. A. Egger, Basel mit Abschluss als Blechblasinstrumentenbauer; 1981-1983: Hornist im Schweizerischen Jugendsymphonieorchester; 1984-1985: Studienaufenthalt in den USA. 1985: Mitarbeiter in der Fa. A. Egger, Basel.