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Fünf Generationen Mundstück-Spezialisten

Von Höchstädt bis Markneukirchen prägen fünf Generationen der Familie Schmidt den Wandel der Blechbläsermundstücke zwischen Handwerk und Klangideal.
Fünf Generationen Mundstück-Spezialisten

Werner Chr. Schmidt wurde 1922 geboren, als fünfte Generation der ältesten bis heute aktiven Mundstückhersteller-Dynastie der Welt, deren Name nicht zuletzt dank der von Trompetern so begehrten «Schmidt-Schaftbohrung» selbst in den USA ein Begriff geworden ist. Von 1936–39 erlernte Schmidt bei seinem Vater den Beruf eines Mundstückherstellers und legte 1947 mit Glanz seine Meisterprüfung ab. Ein zweites Meisterdiplom erlangte er 1958 als Galvaniseur, da er von der Anfertigung des Rohlings bis zur Oberflächenveredelung alle Arbeitsgänge selbst besorgt. Aus dem vogtländischen Markneukirchen, einer traditionsreichen Metropole deutschen Instrumentenbaus, liefert er seine bewährten Mundstücke für Blechblasinstrumente über die Aussenhandelsfirma der DDR in alle Welt.

Werner Christoph Schmidt

Werner Christoph Schmidt

Dreier-Combination für Waldhorn, mit einem Diskanthorn und Wiener Kessel.

Dreier-Combination für Waldhorn, mit einem Diskanthorn und Wiener Kessel.

Gerne entspreche ich dem Wunsch von Brass Bulletin, etwas über die Mundstückherstellerfamilie Schmidt und über meine eigene Tätigkeit zu berichten.

Fürs erste einmal — soweit bekannt — unser «Stammbaum»:

  1. Schmidt Johann. Beruf: Metallarbeiter, geb. am 31.8.1793 in Höchstädt; gest. am 4.3.1855 in Höchstädt
  2. Schmidt Johann. Beruf: Rotgiesser, geb. am 23.1.1819 in Höchstädt; gest. am 7.11.1868 in Höchstädt
  3. Schmidt Christoph. Beruf: Rotgiesser, geb. am 4.9.1845 in Höchstädt; gest. am 3.1.1912 in Markneukirchen
  4. Schmidt Max. Beruf: Mundstückdreher mit Meisterprüfung, geb. am 5.12.1880 in Höchstädt; gest. am 21.3.1961 in Markneukirchen
  5. Schmidt, Werner Christoph. Beruf: Mundstückspezialist und Galvaniseur-Meister, geb. am 25.2.1922 in Markneukirchen

Weiter zurück reicht leider nicht einmal Deutschlands ältestes Kirchenarchiv in Bamberg, doch ist mit Sicherheit anzunehmen, dass meine Vorfahren schon vor 1793 Mundstücke anfertigten.

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Brass Bulletin 29, I / 1980 Seiten 27–34

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