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Teil 7
Instrumentenbau in USA
Martin (G. Leblanc Corporation)
Von Stephan Suter
Wie Holton gehört auch die Firma Martin zur G. Leblanc Corporation (siehe Kasten).
Unter den von mir besuchten Firmen im amerikanischen Blechblasinstrumentenbau scheint mir die Fabrik von Martin eine der modernst eingerichteten zu sein.
In den 60-er Jahren, damals noch in Elkart, Indiana, wurde Martin von der G. Leblanc Corporation aufgekauft. Aus Kostengründen verlegte man die Produktionsstätte nach Arizona. Lange blieb man allerdings nicht dort, weil die Fabrik bei einem Grossfeuer bis auf die Grundmauern niederbrannte. Martin wurde in der Folge in Kenosha, Wisconsin, im Norden der USA, wieder aufgebaut, ganz in der Nähe der Verwaltung der Leblanc Corporation.
Die Fertigungsmethoden sind ausgesprochen rationell; so werden hier für eine Studententrompete nur etwa 6 Stunden Arbeit veranschlagt! Die Aufteilung der einzelnen Produktionsphasen ist sorgfältig geplant. Das Zusammensetzen der fertig vorbereiteten Teile einer Trompete z.B. bleibt auf 3 Arbeiter verteilt: der erste reinigt die Innenzüge und bringt die Wasserklappen an, der zweite setzt die Ventile ein und schraubt die Ventildeckel auf und der dritte, schliesslich, setzt die Züge ein und montiert, wenn nötig, die Trigger. Eine Rotation in den einzelnen Arbeitsgängen gibt es kaum, es sei denn im Hinblick auf das Einspringenkönnen, falls ein Arbeitskollege fehlen sollte.
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Brass Bulletin 53, I / 1986 Seiten 113–115
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