Musikalischer Kontext
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Teil 6
Die Trompete und das Kornett im Jazz und in der Volksmusik
Besondere Jazz-Techniken
Vibrato, Halbventile, Growls und Shakes führen zu einer grösseren These: Jazz veränderte die Trompete grundlegend, doch sein Beitrag blieb unterschätzt.
Von Michel Laplace
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Das erste europäische Horn-Symposium
Eine Woche in Trossingen vereinte führende Hornisten, Mozart-Debatten, Instrumentenfragen und neue Freundschaften bei einem prägenden europäischen Treffen.
Von Jeffrey Agrell
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Teil 3
Die Posaune im Jazz und in der Unterhaltungsmusik
Ausdrucksvielfalt ab 1945
Bebop, Cool Jazz, Free Jazz und Neoklassizismus verändern die Posaune nach 1945, während neue Musiker, Techniken und Instrumente ihre Grenzen erweitern.
Von Michel Laplace
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Miles Davis
Begegnung in der Küche
Gemüse, Pferde und ein Ferrari zeigen Miles Davis fern der Bühne, wo Alltag, Musik, Provokation und ein kompromissloses Bedürfnis nach Freiheit zusammentreffen.
Von Robert L. Watt
Überlegungen zum Thema Blechbläser
Warum bleiben Blechbläser der Gegenwart oft fern? Vinko Globokar zerlegt Schulen, Routinen und Traditionen — und fordert ein freieres musikalisches Denken.
Von Vinko Globokar
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Finnland-Spezial
Die Tradition der Blasmusiken in Finnland
Aus einer kaiserlichen Reform entstand in Finnland eine landesweite Blechbläsertradition, bis eine ebenso systematische Umstellung diese Ära beendete.
Von Holger Fransman
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Finnland-Spezial
Wissenschaftliche Forschung auch bei den Blechbläsern
Lange übersehen, wird das finnische Blechbläserseptett zum Forschungsgegenstand und stellt die Grenzen der traditionellen Musikgeschichte infrage.
Von Kauko Karjalainen
Amboise, Frankreich, 3. Nationaler Brass-Band-Wettbewerb
Von Benny Sluchin
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Serie Jazz und das Horn • Teil 1
Jazz und das Horn
Erst neue Klangvorstellungen öffneten dem Horn den Weg in den Jazz, wobei John Graas zu den prägenden Gestalten dieser Entwicklung wurde.
Von Jeffrey Agrell
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Was versteht man unter Brass Band?
Barrie Perrins zeichnet die Ursprünge im 19. Jahrhundert, die Besetzung und die gesellschaftliche Rolle der Brass Band nach—von industriellen Wurzeln bis zur internationalen Musikszene.
Von Barrie Perrins
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Ungarn-Spezial
Barcs 1984
Erster internationaler Wettbewerb für Blechbläserensembles
Eine kleine ungarische Stadt wurde zum Prüfstein der Blechbläserkammermusik, wo eine junge Generation zeigte, wie weit sich die Praxis entwickelt hatte.
Von Jean-Pierre Mathez
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Serie Jazz und das Horn • Teil 3
Jazz und das Horn
Wir man beginnt
Für klassisch ausgebildete Hornisten ersetzt Jazz die Sicherheit der Noten durch Zuhören, Swing und Improvisation — und verlangt eine andere Art von Disziplin.
Von Jeffrey Agrell
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Zeitgenössische ungarische Blechmusik
Vom frühen Niedergang zur jüngeren Erneuerung zeigt sich das ungarische Blechbläserwesen über Ausbildung, Wettbewerbe und Kammermusik, mit Hinweisen auf prägende Musiker und Praxiswandel.
Von Frigyes Varasdy
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Individualität und Uniformiertheit der Blechbläser
Mit der internationalen Vereinheitlichung des Blechbläserspiels droht Individualität der Nachahmung zu weichen – mit Folgen für Tradition und Ensemblemusik.
Von Hans-Joachim Drechsler
Ja oder nein? Achtung!
Bearbeitungen
„Transkriptionen: ja oder nein? Vorsicht.“ Roger Bobo fordert Tubisten heraus, Repertoire, Geschmack und Tradition kritisch zu hinterfragen.
Von Roger Bobo
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Ungarn-Spezial
Die Blechbläserkammermusik in Ungarn
Der ungarische Musiker und Pädagoge wurde 1930 geboren. Er war Schüler von Imre Lubik an der Franz-Liszt-Musikakademie. Seit 1963 unterrichtet er an diesem Institut.Seit mehr als 30 Jahren hat er mit ungarischen Spitzenorchestern gespielt. Er ist Gründungsmitglied des ungarischen Blechbläserquartetts. Ausserdem unterrichtet er Kammermusik für Blechbläser an der Akademie und im Musiklager von Barcs. Er hat auch verschiedene Werke veröffentlicht: Anfänger Trompeten- und Kammermusik, Kammermusikliteratur usw.Die Ungaren liessen sich zur Zeit der Völkerwanderung um 986 in ihrer heutigen Umgebung am Fusse der Karpaten nieder. Trotzdem gibt es musikalische Überlieferungen aus jener Gegend lange vor dieser Zeit. Beim Plattensee wurde ein Haus aus der Bronzezeit ausgegraben, etwa 2000 v. Chr., unter dessen zahlreichen Fundgegenständen sich auch ein schneckenförmiges Muschelhorn befand. Dies und zwei andere in Ungarn aufgefundene Schneckenhörner sind die ältesten im Lande aufgefundenen Verwandten der Blechblasinstrumente.In der Römerzeit wurden in unserem Land viele Städte und Garnisonen gegründet, die während der letzten 50 Jahre laufend ausgegraben wurden. Eine der Entdeckungen war eine perfekt erhaltene römische Tuba, die heute im Budapester Nationalmuseum ist. Neben diesen Musikinstrumentenfunden bezeugen auch geschriebene Dokumente dass die Ungaren schon in der Völkerwanderungszeit Blechblasinstrumenten-ähnliche Instrumente verwendeten. Nach der Besetzung ihres neuen Landes marodierten sie weiter westwärts und kamen 926 bis St. Gallen südlich des Bodensees. Dies erzählt der Chronist über die Ungaren: «Ihre Vorhut und Kundschafter signalisierten mit Claironsignalen und Schüssen, dass Feinde in der Gegend seien.» Auch: «Nachdem sie das Kloster niedergebrannt hatten, hörten die Ungaren mit dem Hornlärm auf, beendeten ihr Kriegsgeschrei und zogen ab…» Dies beweist, dass die Ungaren schon während der Völkerwanderung Blechblasinstrumente benutzten.Viele Informationen sind uns aus den folgenden Jahrhunderten überliefert über die Verwendung der Blechblasinstrumente durch die Ungaren zu Kult- und Kriegszwecken — wie es ja auch die westeuropäischen Völker zu jener Zeit zu tun pflegten. Ein Inventar des Klosters Pannonhalma aus dem 11. Jahrhundert führt zwei Hörner aus Silber auf, eines davon vergoldet. Im Gebetbuch der heiligen Elisabeth von Ungarn aus dem 12./13. Jhdt. findet sich eine Miniatur, die ein zeitgenössisches Orchester zeigt. Eines der fünf abgebildeten Instrumente ist ein Horn. Vom 14. Jhdt. an teilten sich die Funktionen der Trompeter allmählich in Hof- und Militärmusik auf. Sozialstatus und Arbeit dieser Trompeter war gleich wie in Westeuropa. Deshalb möchte ich hier nicht weiter ins Detail gehen und bloss eine kleine illustrative Anekdote aus jener Zeit erzählen: Anlässlich der Hochzeitszeremonie von König Mathias und Beatrix von Arragonien wird viel von Trompetern berichtet. Interessanter aber ist noch, dass Königin Beatrix ihren eigenen Lieblingsposaunisten aus Neapel mitbrachte, der plötzlich am Weihnachtsabend verstarb. Er wurde mit grossem Pomp in Buda begraben, und seine Posaune und seine Lieblingsblasinstrumente wurden auf seinem Katafalk aufgebahrt.Blasorchester entwickelten sich aus den Trompetenensembles der Armee. Von Blechbläserkammermusik spricht man in unserem Land erst seit 1948. Damals begann mein leider frühverstorbener Lehrer, der Trompetenkünstler Imre Lubik, seine Versuche. Erst heute, dreissig Jahre später, können wir seine Weitsicht richtig einschätzen, dass er, obwohl von der Welt abgeschnitten, die Wichtigkeit der Kammermusik erfasste und versuchte, sie auf unsere Instrumente zu übertragen. Sein Ensemble war das erste Blechbläser-Kammerensemble unseres Landes. Sein Enthusiasmus teilte er auch seinen Schülern mit, welche seine Arbeit dann weiterführten.
Von Frigyes Varasdy
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Frauen und Blechblasinstrumente: 3 Porträts
Barbara Stone, Betty Anderson, Kate Kaminga
Drei Dirigentinnen aus England und den Niederlanden wechselten vom Brass Band-Spiel ans Pult und behaupteten sich in einer männlich geprägten Szene.
Von Markus S. Bach
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Gedanken- und Erinnerungssplitter zu “Passages” für Trompete und Streicher
Mundstück, Instrument, Methode? Oder liegt das Problem woanders? Eine Reflexion über Zweifel, Wettbewerb und das innere Gleichgewicht des Musikers.
Von Victor Fenigstein
Unbestimmte Instrumentation
ein Mittel, die Instrumentaltechnik zu erweitern
Kann Technik über die Notation hinausgehen? James Fulkerson untersucht neue instrumentale Möglichkeiten und betont die zentrale Rolle der Improvisation für deren Entwicklung.
Von James Fulkerson
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Vorwort
Angesichts der Industrialisierung der Musik plädiert Jean-Pierre Mathez für lokale Musikgemeinschaften, in denen Komponisten, Interpreten und Publikum Identität neu gestalten.
Von Jean-Pierre Mathez
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Maurice Ravel und die neue Posaune
Tanzposaunisten veränderten in den 1920er und 30er Jahren die klassische Spielpraxis und prägten damit Ravels Bolero und eine ganze Generation.
Von Michel Laplace
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Interview mit Miles Anderson
Jean-Pierre Mathez zeigt, wie Posaunist Miles Anderson zwischen Orchester, Freelance und der ungelösten Spannung zwischen Broterwerb und musikalischem Anspruch steht.
Von Jean-Pierre Mathez
Kann man Jazz-Musik unterrichten? Ein Profil von Charlie Shoemake
Von Thomas Stevens
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Empire Brass Quintet
Kurzportrait
Von New York bis Boston formten fünf Blechbläser eine kammermusikalische Identität zwischen Ewald, Alter Musik und dem Klangideal des Streichquartetts.
Von Jean-Pierre Mathez