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Repertoire

145 Artikel

Die Blechbläserkammermusik in Ungarn Mitglied
Nr. 48 • 1984 Digitalisiert

Ungarn-Spezial

Die Blechbläserkammermusik in Ungarn

Der ungarische Musiker und Pädagoge wurde 1930 geboren. Er war Schüler von Imre Lubik an der Franz-Liszt-Musikakademie. Seit 1963 unterrichtet er an diesem Institut.Seit mehr als 30 Jahren hat er mit ungarischen Spitzenorchestern gespielt. Er ist Gründungsmitglied des ungarischen Blechbläserquartetts. Ausserdem unterrichtet er Kammermusik für Blechbläser an der Akademie und im Musiklager von Barcs. Er hat auch verschiedene Werke veröffentlicht: Anfänger Trompeten- und Kammermusik, Kammermusikliteratur usw.Die Ungaren liessen sich zur Zeit der Völkerwanderung um 986 in ihrer heutigen Umgebung am Fusse der Karpaten nieder. Trotzdem gibt es musikalische Überlieferungen aus jener Gegend lange vor dieser Zeit. Beim Plattensee wurde ein Haus aus der Bronzezeit ausgegraben, etwa 2000 v. Chr., unter dessen zahlreichen Fundgegenständen sich auch ein schneckenförmiges Muschelhorn befand. Dies und zwei andere in Ungarn aufgefundene Schneckenhörner sind die ältesten im Lande aufgefundenen Verwandten der Blechblasinstrumente.In der Römerzeit wurden in unserem Land viele Städte und Garnisonen gegründet, die während der letzten 50 Jahre laufend ausgegraben wurden. Eine der Entdeckungen war eine perfekt erhaltene römische Tuba, die heute im Budapester Nationalmuseum ist. Neben diesen Musikinstrumentenfunden bezeugen auch geschriebene Dokumente dass die Ungaren schon in der Völkerwanderungszeit Blechblasinstrumenten-ähnliche Instrumente verwendeten. Nach der Besetzung ihres neuen Landes marodierten sie weiter westwärts und kamen 926 bis St. Gallen südlich des Bodensees. Dies erzählt der Chronist über die Ungaren: «Ihre Vorhut und Kundschafter signalisierten mit Claironsignalen und Schüssen, dass Feinde in der Gegend seien.» Auch: «Nachdem sie das Kloster niedergebrannt hatten, hörten die Ungaren mit dem Hornlärm auf, beendeten ihr Kriegsgeschrei und zogen ab…» Dies beweist, dass die Ungaren schon während der Völkerwanderung Blechblasinstrumente benutzten.Viele Informationen sind uns aus den folgenden Jahrhunderten überliefert über die Verwendung der Blechblasinstrumente durch die Ungaren zu Kult- und Kriegszwecken — wie es ja auch die westeuropäischen Völker zu jener Zeit zu tun pflegten. Ein Inventar des Klosters Pannonhalma aus dem 11. Jahrhundert führt zwei Hörner aus Silber auf, eines davon vergoldet. Im Gebetbuch der heiligen Elisabeth von Ungarn aus dem 12./13. Jhdt. findet sich eine Miniatur, die ein zeitgenössisches Orchester zeigt. Eines der fünf abgebildeten Instrumente ist ein Horn. Vom 14. Jhdt. an teilten sich die Funktionen der Trompeter allmählich in Hof- und Militärmusik auf. Sozialstatus und Arbeit dieser Trompeter war gleich wie in Westeuropa. Deshalb möchte ich hier nicht weiter ins Detail gehen und bloss eine kleine illustrative Anekdote aus jener Zeit erzählen: Anlässlich der Hochzeitszeremonie von König Mathias und Beatrix von Arragonien wird viel von Trompetern berichtet. Interessanter aber ist noch, dass Königin Beatrix ihren eigenen Lieblingsposaunisten aus Neapel mitbrachte, der plötzlich am Weihnachtsabend verstarb. Er wurde mit grossem Pomp in Buda begraben, und seine Posaune und seine Lieblingsblasinstrumente wurden auf seinem Katafalk aufgebahrt.Blasorchester entwickelten sich aus den Trompetenensembles der Armee. Von Blechbläserkammermusik spricht man in unserem Land erst seit 1948. Damals begann mein leider frühverstorbener Lehrer, der Trompetenkünstler Imre Lubik, seine Versuche. Erst heute, dreissig Jahre später, können wir seine Weitsicht richtig einschätzen, dass er, obwohl von der Welt abgeschnitten, die Wichtigkeit der Kammermusik erfasste und versuchte, sie auf unsere Instrumente zu übertragen. Sein Ensemble war das erste Blechbläser-Kammerensemble unseres Landes. Sein Enthusiasmus teilte er auch seinen Schülern mit, welche seine Arbeit dann weiterführten.

Von Frigyes Varasdy

Repertoire Geschichte Blechbläserensemble
Nr. 56 • 1986 Digitalisierung ausstehend

Teil 1

Die Tuben im Jazz und der Unterhaltungsmusik I

Von Michel Laplace

Reportage Repertoire
Die finnischeTradition des Blechbläserseptetts Frei
Nr. 21 • 1978 Digitalisiert

Die finnischeTradition des Blechbläserseptetts

Eine verborgene Tradition: Über 200 Blechseptette prägten Finnlands Musikleben – zwischen Militärtradition, Festen und Komponisten wie Sibelius.

Von Kauko Karjalainen

Geschichte Repertoire Soziologie
Nr. 60 • 1987 Digitalisierung ausstehend

Teil 3

Jazz Improvisation III: die melodische Molltonleiter

Von Charlie Shoemake

Repertoire Unterricht
Nr. 122 • 2003 Digitalisierung ausstehend

Flügelhörner, Kornette und Trompeten mit Klappen oder Ventilen in den grossen französischen Opern

Von William E. Runyan

Geschichte Repertoire
Gedanken- und Erinnerungssplitter zu “Passages” für Trompete und Streicher Frei
Nr. 18 • 1977 Digitalisiert

Gedanken- und Erinnerungssplitter zu “Passages” für Trompete und Streicher

Mundstück, Instrument, Methode? Oder liegt das Problem woanders? Eine Reflexion über Zweifel, Wettbewerb und das innere Gleichgewicht des Musikers.

Von Victor Fenigstein

Repertoire Zeitgenössische Musik Ideen
Mitglied
Nr. 12 • 1975 Digitalisiert

Unbestimmte Instrumentation

ein Mittel, die Instrumentaltechnik zu erweitern

Kann Technik über die Notation hinausgehen? James Fulkerson untersucht neue instrumentale Möglichkeiten und betont die zentrale Rolle der Improvisation für deren Entwicklung.

Von James Fulkerson

Technik Repertoire Zeitgenössische Musik Improvisation Ideen
Nr. 63 • 1988 Digitalisierung ausstehend

Die Tuba im Blechbläserquintett (Interview)

Von Mel Culbertson

Technik Repertoire
Nr. 63 • 1988 Digitalisierung ausstehend

Unbekannte Werke für Trompete - J. Riepel (1709-1782)

Von Albert Hiller

Repertoire
Nr. 109 • 2000 Digitalisierung ausstehend

Robert Davis King (1914-1999)

Von Jean-Pierre Mathez

Begegnungen Repertoire
Warum so tun als wäre man Mozart? Antwort and B. Krol Frei
Nr. 14 • 1976 Digitalisiert

Warum so tun als wäre man Mozart? Antwort and B. Krol

Soll man in der Kadenz Mozart imitieren? Peter Damm plädiert für stilistische Treue ohne Nachahmung — im Dialog mit Bernhard Krol.

Von Peter Damm

Repertoire Interpretation Verzierungen Ideen
Nr. 72 • 1990 Digitalisierung ausstehend

Jan Koetsier

Komponist zum Ruhme der Blechblasinstrumente

Von Jean-Pierre Mathez

Begegnungen Repertoire
Nr. 110 • 2000 Digitalisierung ausstehend

Teil 2

Eine sensationelle Entdeckung: 12 Blechbläserquintette (1850) von Jean Bellon

Von Raymond Lapie

Repertoire
Nr. 56 • 1986 Digitalisierung ausstehend

Teil 1

Hat Bach die corno da caccia Partie der Messe für Reiche geschrieben? I

Von Peter Damm

Geschichte Repertoire Historische Instrumente
Nr. 58 • 1987 Digitalisierung ausstehend

Teil 3

Hat Bach die Partie für Corne der Messe für G. Reiche geschrieben? III

Von Peter Damm

Geschichte Repertoire Historische Instrumente
Frei
Nr. 23 • 1978 Digitalisiert

Sinfonisches Tubablasen

Ein Appell an das Orchester: Lewis Waldeck warnt vor solistischem Tubaklang und fordert die Rückkehr zu einem dunklen, verschmelzenden Orchestersound.

Von Lewis Waldeck

Technik Repertoire Klang Interpretation Orchesterspiel
Frei
Nr. 16 • 1976 Digitalisiert

Generalkatalog für Blechbläser

Eine Spezialausgabe für die Blechbläserwelt: Der Gesamtkatalog bündelt Instrumente, Noten und Zubehör — ein einzigartiger internationaler Überblick.

Ausrüstung Repertoire
Nr. 75 • 1991 Digitalisierung ausstehend

Sigismund Neukomm (1778-1858) und die Posaune

Von Raymond Lapie

Repertoire
Ein Hornduo von Händel in Südamerika aufgefunden Mitglied
Nr. 49 • 1985 Digitalisiert

Ein Hornduo von Händel in Südamerika aufgefunden

Eine über Südamerika wiedergefundene Hornschule des 18. Jahrhunderts ergänzt ein Händel-Duett und überliefert erstaunlich zeitgemässe Spielratschläge.

Von Edward H. Tarr

Repertoire Geschichte
Nr. 68 • 1989 Digitalisierung ausstehend

Teil 2

Einfluss von Berlioz auf den Gebrauch der Blechblasinstrumente II

Von Ernest H. Gross

Geschichte Repertoire
Mitglied
Nr. 12 • 1975 Digitalisiert

Savoir de quelle note on parle [nur in Französisch]

Wie lässt sich Tonhöhe klar bestimmen ohne gemeinsame Referenz? Ischer zeigt die Verwirrung (Oktaven, Teiltöne/Harmonische) und fordert eine akustische Basis.

Von Robert Ischer

Repertoire
Nr. 84 • 1993 Digitalisierung ausstehend

Vinko Globokar

Der Aufständische

Von Jean-Pierre Mathez

Begegnungen Repertoire
Verzierungen in Hornkonzerten des 18. Jahrhunderts? Mitglied
Nr. 43 • 1983 Digitalisiert

Teil 2

Verzierungen in Hornkonzerten des 18. Jahrhunderts?

Willkürliche Veränderungen

Das Naturhorn ließ wenig Raum für Übermaß: Peter Damm stellt die Verzierungspraxis des 18. Jahrhunderts den Grenzen von Umfang, Stil und Notation gegenüber.

Von Peter Damm

Repertoire Geschichte Verzierungen Interpretation Artikulation
Nr. 97 • 1997 Digitalisierung ausstehend

Cyfartha Castle: Ursprung einer Gattung

Das Repertoire der Cyfartha Band ist unter allen bekannte Quellen der Blechbläser-musik einzigartig

Von Herbert Trevor

Repertoire
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