Gerhard Schwarz dirigiert auf sehr feine Art, bald mit seiner Trompete, bald mit einem Finger oder auch nur mit einem Nicken. Bisweilen unterbricht er, verbessert oder gibt Hinweise, und all seine Bemerkungen und Ratschläge sind immer wohl begründet.
Ihr kollektives Spiel steht in wunderbarer Eintracht, obwohl in den Augen dieser fünf unermüdlichen Bläser ihre eigene Vollendung sich immer weiter entfernt; ja, sie suchen immer weiter, sie diskutieren und ändern.
Ob es sich um neuzeitliche oder um ältere Werke handelt, immer arbeiten sie mit derselben Aufmerksamkeit.
Die zwei Trompeter wechseln ihre Instrumente, um neue interessante Klangeffekte zu erzielen (z.B. kleine Trompete mit Flügelhorn usw.).
Diese Musiker beherrschen ihre Instrumente, sie weiten ihr Repertoire aus, sie sind auf der Suche nach einer tiefstmöglichen Klangverschmelzung, ohne ihren gegenseitigen Geschmack zu vernachlässigen (obwohl man allerdings ein wenig die Überlegenheit von Gerhard Schwarz spürt).
Ihre Probe dauerte zwei volle Stunden. Eine Pause gab es für sie nicht, und doch bemerkte man nicht die geringste Müdigkeitserscheinung. Sieht und hört man sie bei der Arbeit, so versteht man, warum und wie sie eines der besten Blechensembles unserer Zeit geworden sind.
Jean-Pierre Mathez
Zusammensetzung des Ensembles:
Gerhard Schwarz, 1. Trompete (Bach in B, Bach in C, Schilke Piccolo 4 Ventile).
Louis Ranger, 2. Trompete (Bach in B, Bach in C, Flügelhorn Couesnon).
Edward Birdwell, Horn (Merewether-System, Paxman-Dreifachhorn).
Herbert Rankin, Tenorposaune (Bach).
Robert Biddlecome, Bassposaune (Bach).