Machen Sie Brass Bulletin an Ihrer Hochschule, Ihrem Konservatorium oder Ihrer Bibliothek verfügbar Institutionellen Zugang entdecken

2 Min. Lesezeit

Schnappschuss: das American Brass Quintet in Europa

Zwischen zwei Konzerten, zwischen zwei Aufnahmen, probt am 8. April 1973 das American Brass Quintet während eines kleinen Flugaufenthaltes sein Programm im Saal des Flugplatz-Hilton-Hotels von Zürich.

Das American Brass Quintet hat soeben fünf Konzerte in Spanien und Jugoslawien gegeben und bereitet heute die Werke vor, die morgen von Radio Zürich und übermorgen von Radio Oslo aufgenommen werden.

Als erstes Stück wird das Arioso des « Brass Quartet » von Ulysses Kay gespielt, und zwar ohne Unterbrechung. Dann wird über Nuancen diskutiert, über die Ausgewogenheit des Klangs und über die Stimmung, bevor das Stück als Ganzes näher angesehen wird.

Gerhard Schwarz dirigiert auf sehr feine Art, bald mit seiner Trompete, bald mit einem Finger oder auch nur mit einem Nicken. Bisweilen unterbricht er, verbessert oder gibt Hinweise, und all seine Bemerkungen und Ratschläge sind immer wohl begründet.

Ihr kollektives Spiel steht in wunderbarer Eintracht, obwohl in den Augen dieser fünf unermüdlichen Bläser ihre eigene Vollendung sich immer weiter entfernt; ja, sie suchen immer weiter, sie diskutieren und ändern.

Ob es sich um neuzeitliche oder um ältere Werke handelt, immer arbeiten sie mit derselben Aufmerksamkeit.

Die zwei Trompeter wechseln ihre Instrumente, um neue interessante Klangeffekte zu erzielen (z.B. kleine Trompete mit Flügelhorn usw.).

Diese Musiker beherrschen ihre Instrumente, sie weiten ihr Repertoire aus, sie sind auf der Suche nach einer tiefstmöglichen Klangverschmelzung, ohne ihren gegenseitigen Geschmack zu vernachlässigen (obwohl man allerdings ein wenig die Überlegenheit von Gerhard Schwarz spürt).

Ihre Probe dauerte zwei volle Stunden. Eine Pause gab es für sie nicht, und doch bemerkte man nicht die geringste Müdigkeitserscheinung. Sieht und hört man sie bei der Arbeit, so versteht man, warum und wie sie eines der besten Blechensembles unserer Zeit geworden sind.

Jean-Pierre Mathez

Zusammensetzung des Ensembles:

Gerhard Schwarz, 1. Trompete (Bach in B, Bach in C, Schilke Piccolo 4 Ventile).
Louis Ranger, 2. Trompete (Bach in B, Bach in C, Flügelhorn Couesnon).
Edward Birdwell, Horn (Merewether-System, Paxman-Dreifachhorn).
Herbert Rankin, Tenorposaune (Bach).
Robert Biddlecome, Bassposaune (Bach).

Brass Bulletin 5, II / 1973 Seiten 11–13

Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt © Brass Bulletin 1973–2026

Artikel teilen

Facebook LinkedIn
Wird geladen…

Fragen und Antworten

So funktioniert die digitale Ausgabe

Was enthält die digitale Ausgabe?

Die digitale Ausgabe vereint die bereits digitalisierten Artikel als lesbare und durchsuchbare Online-Texte – nicht nur als Scans oder PDF-Dateien – mit ihren ursprünglichen Abbildungen, Anmerkungen, Angaben zu Autoren und Ausgaben sowie den verfügbaren Übersetzungen. Empfehlungen verwandter Artikel umfassen derzeit nur dieses digitalisierte Material.

Sind die digitalen Artikel mit den Originalen identisch?

Wir bewahren den ursprünglichen Text, die Sprache, Abbildungen, Bildlegenden, Fußnoten und den redaktionellen Kontext so originalgetreu wie möglich. Die Darstellung wird für ein angenehmes Lesen am Bildschirm angepasst; offensichtliche Übertragungs- oder Scanfehler können korrigiert werden. Inhalt und Charakter des veröffentlichten Artikels bleiben unverändert.

Welche Sprachen sind verfügbar?

Brass Bulletin erschien während seiner gesamten Geschichte auf Englisch, Französisch und Deutsch. Italienische und spanische Übersetzungen kamen ab Ausgabe Nr. 60 hinzu.

Auf der italienischen und der spanischen Website werden die Artikel aus den Ausgaben 1 bis 59 daher standardmäßig auf Englisch angezeigt.

Wie oft werden neue Artikel hinzugefügt?

Neue Artikel werden fast täglich hinzugefügt; ungefähr eine vollständige Ausgabe wird pro Woche digitalisiert. Das Tempo kann je nach erforderlicher Vorbereitung, Bildbearbeitung und redaktioneller Prüfung variieren.

Warum sind noch nicht alle Artikel digital verfügbar?

Die vollständige Sammlung von Brass Bulletin umfasst 1’246 Artikel aus den Jahren 1971 bis 2003. Das vollständige Verzeichnis ist bereits online verfügbar und ermöglicht es, jeden Artikel der Sammlung zu entdecken – auch jene, deren vollständiger Text noch nicht digitalisiert wurde.

Die Digitalisierung begann im Februar 2026. Jeder Artikel wird sorgfältig für die Online-Lektüre aufbereitet, geprüft und mit seiner Ausgabe, den Autoren, Themen und Abbildungen verknüpft. Beim derzeitigen Digitalisierungstempo wird die vollständige Sammlung voraussichtlich bis Februar 2028 online verfügbar sein.

Warum verweisen manche Quellen auf Artikel, die noch nicht verfügbar sind?

Verweise in den Originalartikeln bleiben erhalten, auch wenn das Material, auf das sie hinweisen, noch nicht digitalisiert wurde. So bleiben die historischen und redaktionellen Zusammenhänge vollständig erhalten. Mit jeder weiteren digitalisierten Ausgabe werden mehr dieser Verweise zu online lesbaren Artikeln führen.

Kann ich einen Artikel vorschlagen oder einen Übertragungsfehler melden?

Ja. Wenn Sie einen bestimmten Artikel gerne digitalisiert sehen möchten oder einen möglichen Übertragungsfehler beziehungsweise eine fehlende Information entdecken, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Rückmeldungen unserer Leser helfen uns, die digitale Ausgabe zu verbessern und sinnvolle Prioritäten im Archiv zu setzen.

Wie kann ich Brass Bulletin unterstützen?

Ihre Unterstützung hilft, die Aufbereitung, Überprüfung und Online-Veröffentlichung der vollständigen Sammlung zu finanzieren.

Digitalausgabe abonnieren

Möchten Sie uns lieber unterstützen, ohne ein Abonnement abzuschließen?

Spenden

Brass Bulletin durchsuchen.