Geschichte
278 Artikel
Teil 2
Bach und die Anderen:
Trompeter-Hornisten im 18. Jahrhundert
Über Leipzig hinaus reicht die Praxis von Weissenfels bis Dresden und Wien, während sich Horn und Trompete allmählich zu eigenständigen Rollen entwickeln.
Von Edward H. Tarr
Frei
Der Feldtrompeterstein des Johann Kauffmann (1585-1634?)
Während meines Aufenthaltes auf Schloss Weikersheim 1983 machte ich eine interessante Entdeckung. Wie es immer meine Angewohnheit ist, wenn ich unterwegs bin, besuche ich, soweit die Zeit es erlaubt, alte Schlösser, Abteien, Dorfkirchen.Mein Interesse galt diesmal einer alten Wasserburg, in der Nähe von Rotenburg o. d. Tauber Giebelstadt. Da die Burg, im Moment als Wohnungsnotquartier fungiert, war diese im Moment nicht zu besichtigen. Ca. 20 Meter weiter jedoch steht die Alte Pfarrkirch des Ortes. Rechts neben dem alten «Fürstenaufgang» nun fand ich den Grabstein des Feldtrompeters Johann Kauffmann, der zwischen dem 7. August 1585 und 1634? lebte. Der Gedenkstein ist 1634 erstellt worden.
Von Wolfgang G. Haas
Teil 1
Die Posaune im 18. Jahrhundert
Ein zu früh angekündigtes Verschwinden
Von J. Richard Raum
Frei
Alte Trompetenmusik in Schwerin
Verborgene Quellen entdeckt: Stephen Glover zeigt frühe Trompetenmusik aus Schwerin und eröffnet neue Einblicke in Bläserpraxis und Repertoireentwicklung.
Von Stephen L. Glover
Teil 1
Die Tuba in Russland - Historischer Abriss (I)
Von Alexeï Levachkine
Frei
Im Zeichen des Serpents - Tony Bingham, Antiquar f. Blechblasinstrumente
alte, seltene und ungewöhnliche Musikinstrumente aller Arten, gekauft und verkauft von Tony Bingham.
Hinter einem Laden in Hampstead hält Tony Binghams Handel mit Ophikleiden, Naturhörnern und Kornetten seltene Instrumente zwischen Sammlern und Musikern im Umlauf.
Von Thomas Aitken
Mitglied
Ungarn-Spezial
Die Blechbläserkammermusik in Ungarn
Der ungarische Musiker und Pädagoge wurde 1930 geboren. Er war Schüler von Imre Lubik an der Franz-Liszt-Musikakademie. Seit 1963 unterrichtet er an diesem Institut.Seit mehr als 30 Jahren hat er mit ungarischen Spitzenorchestern gespielt. Er ist Gründungsmitglied des ungarischen Blechbläserquartetts. Ausserdem unterrichtet er Kammermusik für Blechbläser an der Akademie und im Musiklager von Barcs. Er hat auch verschiedene Werke veröffentlicht: Anfänger Trompeten- und Kammermusik, Kammermusikliteratur usw.Die Ungaren liessen sich zur Zeit der Völkerwanderung um 986 in ihrer heutigen Umgebung am Fusse der Karpaten nieder. Trotzdem gibt es musikalische Überlieferungen aus jener Gegend lange vor dieser Zeit. Beim Plattensee wurde ein Haus aus der Bronzezeit ausgegraben, etwa 2000 v. Chr., unter dessen zahlreichen Fundgegenständen sich auch ein schneckenförmiges Muschelhorn befand. Dies und zwei andere in Ungarn aufgefundene Schneckenhörner sind die ältesten im Lande aufgefundenen Verwandten der Blechblasinstrumente.In der Römerzeit wurden in unserem Land viele Städte und Garnisonen gegründet, die während der letzten 50 Jahre laufend ausgegraben wurden. Eine der Entdeckungen war eine perfekt erhaltene römische Tuba, die heute im Budapester Nationalmuseum ist. Neben diesen Musikinstrumentenfunden bezeugen auch geschriebene Dokumente dass die Ungaren schon in der Völkerwanderungszeit Blechblasinstrumenten-ähnliche Instrumente verwendeten. Nach der Besetzung ihres neuen Landes marodierten sie weiter westwärts und kamen 926 bis St. Gallen südlich des Bodensees. Dies erzählt der Chronist über die Ungaren: «Ihre Vorhut und Kundschafter signalisierten mit Claironsignalen und Schüssen, dass Feinde in der Gegend seien.» Auch: «Nachdem sie das Kloster niedergebrannt hatten, hörten die Ungaren mit dem Hornlärm auf, beendeten ihr Kriegsgeschrei und zogen ab…» Dies beweist, dass die Ungaren schon während der Völkerwanderung Blechblasinstrumente benutzten.Viele Informationen sind uns aus den folgenden Jahrhunderten überliefert über die Verwendung der Blechblasinstrumente durch die Ungaren zu Kult- und Kriegszwecken — wie es ja auch die westeuropäischen Völker zu jener Zeit zu tun pflegten. Ein Inventar des Klosters Pannonhalma aus dem 11. Jahrhundert führt zwei Hörner aus Silber auf, eines davon vergoldet. Im Gebetbuch der heiligen Elisabeth von Ungarn aus dem 12./13. Jhdt. findet sich eine Miniatur, die ein zeitgenössisches Orchester zeigt. Eines der fünf abgebildeten Instrumente ist ein Horn. Vom 14. Jhdt. an teilten sich die Funktionen der Trompeter allmählich in Hof- und Militärmusik auf. Sozialstatus und Arbeit dieser Trompeter war gleich wie in Westeuropa. Deshalb möchte ich hier nicht weiter ins Detail gehen und bloss eine kleine illustrative Anekdote aus jener Zeit erzählen: Anlässlich der Hochzeitszeremonie von König Mathias und Beatrix von Arragonien wird viel von Trompetern berichtet. Interessanter aber ist noch, dass Königin Beatrix ihren eigenen Lieblingsposaunisten aus Neapel mitbrachte, der plötzlich am Weihnachtsabend verstarb. Er wurde mit grossem Pomp in Buda begraben, und seine Posaune und seine Lieblingsblasinstrumente wurden auf seinem Katafalk aufgebahrt.Blasorchester entwickelten sich aus den Trompetenensembles der Armee. Von Blechbläserkammermusik spricht man in unserem Land erst seit 1948. Damals begann mein leider frühverstorbener Lehrer, der Trompetenkünstler Imre Lubik, seine Versuche. Erst heute, dreissig Jahre später, können wir seine Weitsicht richtig einschätzen, dass er, obwohl von der Welt abgeschnitten, die Wichtigkeit der Kammermusik erfasste und versuchte, sie auf unsere Instrumente zu übertragen. Sein Ensemble war das erste Blechbläser-Kammerensemble unseres Landes. Sein Enthusiasmus teilte er auch seinen Schülern mit, welche seine Arbeit dann weiterführten.
Von Frigyes Varasdy
Das Horn in der DDR - Ein Gespräch mit Peter Damm
Von Peter Damm
Mitglied
Teil 4
Herbert L. Clarke (1867-1945)
Seine Karriere
Vom Überleben zur Legende: Teil 4 zeigt Herbert L. Clarkes Aufstieg – von schwierigen Anfängen zu Weltruhm als Solist, Pädagoge und Wegbereiter.
Von David Hickman
Zur französischen Hornschule
Von Lucien Thevet
Perspektiven einer reichen Blechbläser-Tradition
Österreich
Von Wolfgang Suppan
Frei
Die finnischeTradition des Blechbläserseptetts
Eine verborgene Tradition: Über 200 Blechseptette prägten Finnlands Musikleben – zwischen Militärtradition, Festen und Komponisten wie Sibelius.
Von Kauko Karjalainen
Teil 1
Auf den Spuren der mittelaterischen Zugtrompete (I)
Von David M. Guion
Teil 2
Mozart und die Blechbläser
Von Eugen Brixel
Teil 3
Thomas Gschladt
Historisches Porträt eines Posaunisten des 18. Jahrhundert
Von J. Richard Raum
Royal College of Music London
Tradition und Entwicklung der Blechbläserklassen
Von Jean-Pierre Mathez
Flügelhörner, Kornette und Trompeten mit Klappen oder Ventilen in den grossen französischen Opern
Von William E. Runyan
Stadttrompeter und Hochwächter in Zürich
Von Walter Baumann
Mitglied
Maurice Ravel und die neue Posaune
Tanzposaunisten veränderten in den 1920er und 30er Jahren die klassische Spielpraxis und prägten damit Ravels Bolero und eine ganze Generation.
Von Michel Laplace
Mitglied
Teil 3
Herbert L. Clarke (1867-1945)
Die ersten Berufsjahren
Vom Zweifel zum Durchbruch: Herbert L. Clarkes Weg zeigt unermüdliches Üben, Rückschläge und das entscheidende Vorspiel, das seine Karriere begründete.
Von David Hickman
Frei
Gabinetto Armonico par Filippo Bonanni, Rome 1723
22 Abbildungen
Auswahl von Illustrationen und Auszügen aus dem Gabinetto Armonico (1723), die einen visuellen Einblick in historische Instrumente und musikalische Praxis geben.
Von Filippo Bonanni
Die Blechblasinstrumente der historische Sammlung der Universität Edinburgh
Von Arnold Myers, Raymond Park
Mitglied
Teil 3
Jean-Baptiste Arban (1825-1889) Biographie
Der Erfolg
Auf dem Höhepunkt seines Ruhms kämpft Arban für eine Reform der Ausbildung – und für das Überleben der Trompete.
Von Jean-Pierre Mathez
Adolf Scherbaum (1909-2000) - Wegbereiter der klassischen Solotrompete
Von Verena Jakobsen