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Zen und die Kunst des Hornblasens

Teil 4 – Ende

Von Jeffrey Agrell

Von Meditation bis Langstreckenlauf wird Hornspiel zum Mittel gegen mentale Unruhe, zwischen Atmung, Konzentration und Alltag.
Zen und die Kunst des Hornblasens

Als «vergeistigt» bezeichnen die Meister des Zen den Zustand und das Verhalten dessen, der eine der Zen-Künste richtig ausübt. In diesem Zustand hat das «gewöhnliche Bewusstsein» sein Verbalisieren, Analysieren und Kritisieren eingestellt und schweigt, was der Kunst erlaubt, sich nun mühelos und ungehindert zu entfalten, gelenkt von jener nichtverbalen Intelligenz, die in unseren Tiefen ruht. Doch fällt es den meisten Leuten schwer, ihren Verstand so zu beherrschen, dass er sich nicht einmischen kann. Der gewöhnliche Denkverstand hält sich sonst in Trab, indem er sich Probleme schafft (was, wenn dies? und was, wenn jenes?) und sie dann zu lösen versucht. Mit reiner Beobachtung begnügt er sich nicht — das wäre für ihn ja Existenzverlust, Tod irgendwie. Doch es bleibt dabei, dass, wer sein Instrument beherrschen und echt musikalisch spielen will, unbedingt lernen muss, diese Aktivität der linken Gehirnhemisphäre zu unterbinden, so dass sie zu einer Geisterverfassung beiträgt, die dem Musizieren förderlich ist, ohne auf ihre alten Kniffe zurückzugreifen: Ungeduld, Befürchtungen, Unruhe, Angst, Verkrampfung und Ablenkung vom momentanen Geschehen.

Nachfolgend einige mögliche Hilfen auf dem Weg zu diesem Ziel:

Meditation

Regelmässige Übung in einer Meditationstechnik ist ein ausgezeichnetes (und uraltes) Mittel zur Entwicklung der Konzentrationsfähigkeit, welche darin besteht, die Tendenz des Geistes, beständig von einem Gegenstand zum andern, von der Gegenwart in Vergangenheit und Zukunft zu schweifen, zügeln zu können. Meditation ist Konzentration des Bewusstseins auf ein bestimmtes Etwas und Verweilen dabei. Mit intellektuellem Verständnis des Objektes hat sie nichts zu tun.

Es gibt viele Typen von Meditation, aktive wie passive, welche verschiedene Symbole, Bilder, Worte, Klänge oder physische Bewegungen als Brennpunkte haben. Für «Westler» eignet sich wahrscheinlich am besten die Mantra-Meditation, welche ein Wort oder eine Silbe verwendet, wie schi-am, om, ah-ying usw.¹

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Brass Bulletin 29, I / 1980 Seiten 35–40

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