3 Min. Lesezeit
Basistechniken der Naturtrompete
Von Friedemann Immer
Friedemann Immer
Die Blechbläser der ganzen Welt beginnen die Wichtigkeit einer Praxis der alten Instrumente zu erkennen, um die Auffassung der alten Musik zu verbessern. Friedemann Immer (siehe B.B. Nr. 50) wird heute als einer der besten Spezialisten der Naturtrompete betrachtet. Er unterrichtet an der Kölner Musikhochschule.
Täuschen wir uns nicht — die wichtigste Bedingung, um Naturtrompete zu blasen ist die, auf der modernen Trompete ein guter Musiker zu sein und eine hohe Lage mit einem leichten und geschmeidigen Ansatz zu haben.
Präzision und Sicherheit der Attacke
Der Schlüssel zu einem anständigen Barocktrompetenspiel ist die Beherrschung der Präzision der Attacke. Die Atemtechnik, die Stütze und die Selbstkontrolle sind noch wichtiger als auf einer modernen Trompete (wenn man sie aber hat, ermüdet man viel weniger als mit einer modernen Piccolotrompete).
Von Anfang an muss man an der Präzision der Attacke und der Treffsicherheit arbeiten, und zwar im ganzen Register des Instruments. Man muss jeden Ton genau an seinem Platz zu treffen lernen. Bei der Arbeit am Repertoire müssen diese Präzision und Treffsicherheit dauernd unterhalten und ausgebaut werden.
Triller und getriebene Töne
Die Triller und die getriebenen Töne (Naturtöne, die man mittels Lippenkorrektur in das temperierte System zwingt) sind zwei Bestandteile des Spiels, die viel Aufmerksamkeit verlangen.
Stil
Wenn man anachronistische Lächerlichkeiten vermeiden will, ist es unentbehrlich, sich mit Stilfragen auseinanderzusetzen. Es genügt nicht, die Töne zu spielen. Man sollte die wichtigen Lehrbücher der Zeit (Fantini, Altenburg, Quantz etc.) studieren und die Freiheit der Improvisation und der Verzierung wiederfinden.
Weiterlesen
Erhalten Sie vollständigen Zugang zur digitalen Ausgabe.
Brass Bulletin 51, III / 1985 Seiten 70–73
Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt © Brass Bulletin 1985–2026