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The Pitch Finder
Der Tonhöhen-Finder
Von Jack Holland
Die exakten Mittelpunkte der drei Tonhöhen-Grundpositionen (vgl. Fig. 14) werden vom «Pitch Finder» mittels seiner drei vorgewählten Stellungen 1 (Mitte), 2 (innen) und 3 (aussen) genau eingestellt.
Fig. 15 zeigt den «Pitch Finder» in seiner Mittelstellung, welche vom Spieler beim Einstimmen eingestellt wird, z.B. entsprechend A = 440 Hz. Diese Position kann mit Hilfe des Stimmknopfes äusserst fein justiert werden, und dank der Stimmskala kann man sie sich leicht merken.
Figur 15
Der «Pitch Finder» in Mittelstellung.
Fig. 16 zeigt den «Pitch Finder» in seiner Innenstellung bei ganz nach vorne geschobenem Daumendrücker. Der vom Stimmzug bis zur Stellung «innen» zurückzulegende Weg wird durch die Länge des Stimmelementes bestimmt und durch den Arretierungsstift begrenzt. An diesem inneren Anschlag ist das ganze Instrument +15,641 Cent höher gestimmt als in der beim Einstimmen eingestellten Mittelstellung, was einer Stimmungsänderung von A = 440 auf A = 444 Hz gleichkommt.
Figur 16
Der «Pitch Finder» in seiner Innenstellung
Fig. 17 zeigt den «Pitch Finder» in seiner Aussenstellung, welche durch Hinausschieben des Fingerrings erreicht wird. Durch Kopplung mittels einer Feder werden der Stimmzug und der 3. Ventilzug gleichzeitig bewegt. Der vom Stimmzug bis zur Aussenstellung zurückzulegende Weg wird durch die Länge des Stimmelementes bestimmt und durch den Arretierungsstift begrenzt — an diesem Punkt ist ein leichter Widerstand der Feder zu spüren. Durch Hinausschieben des Fingerrings über diesen Punkt hinaus kann der 3. Ventilzug noch weiter verlängert werden, während der Stimmzug in der Aussenstellung stehenbleibt. An diesem Punkt ist das ganze Instrument gegenüber der Mittelstellung um 13,686 Cent erniedrigt, was einer Stimmungsänderung von A = 440 aus A = 436,5 Hz entspricht.
Figur 17
Der «Pitch Finder» in seiner Aussenstellung
Fig. 18 zeigt den «Pitch Finder» in seiner Aussenstellung, wobei hier der 3. Ventilzug noch weiter, über den Arretierungspunkt des Hauptstimmzuges hinaus, ausgezogen ist. Da die Töne, bei denen das 3. Ventil gebraucht wird, in unterschiedlichem Masse vom Sollwert abweichen, werden einige von ihnen erfordern, dass der 3. Ventilzug nach Gefühl verlängert wird — wie es der Bläser schon immer getan hat. Doch nun wird der Weg des 3. Ventilzuges dank der gekoppelten Betätigung von Stimmzug und drittem Ventilzug um durchschnittlich 50% verkürzt.
So, wie bei gewissen Tönen der 3. Ventilzug nach Gefühl placiert wird, kann dies zwischen den Stellungen «innen» und «aussen» auch mit dem Stimmzug geschehen — allenfalls auch über die Anschläge hinaus, wenn die Arretierungsstifte zurückgezogen werden. Doch wird ein Bläser mit einem einigermassen guten Instrument kaum je zu dieser Art von Korrektur greifen müssen, da er bereits völlig gewohnt ist, Korrekturen von ± 4 Cent und mehr automatisch und mit Leichtigkeit mit dem Ansatz vorzunehmen, ohne wesentlich an Klangresonanz einzubüssen. Da aber die Trompete ein Resonanzsystem mit fixierter Tonansprache ist, sind Tonhöhenänderungen von mehr als ca. ± 8 Cent vom «Zentrum» des Tones weg mit zunehmendem Verlust an Resonanz verbunden, abgesehen von der übermässigen Belastung des Bläsers infolge Abweichung von seinem «Normalansatz».
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Brass Bulletin 46, II / 1984 Seiten 58–61
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