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Vorwort

Vorwort

Eine Zeitschrift gibt bestimmten Stimmen innerhalb des Zusammenspiels regionaler, nationaler oder internationaler Meinungen, Wissensgebieten und Kulturen das Wort. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass es eine genügende Anzahl solcher Zeitschriften gibt, damit sich die repräsentativen Perspektiven der verschiedenen Bewegungen innerhalb der kulturellen Entwicklung darin darstellen können. Zu diesem Zwecke braucht es Mittel! Und der Kampf, um diese zu erhalten, ist nicht einfach; beim BRASS BULLETIN wissen wir etwas davon...

Wenn eine Stimme verstummt — welches dafür auch die Gründe sein mögen —, so ist das ein schwerer Verlust, eine beunruhigende Verarmung der konvergierenden oder divergierenden Strömungen, welche den Anlass bilden für kulturellen und künstlerischen Wetteifer und Fortschritt.

Vor einigen Jahren sind zwei für die Blechbläser wichtige Organe von der Bildfläche verschwunden. Sie kamen aus den Vereinigten Staaten: The Brass World und Brass Quarterly. An ihrer Stelle sind die Publikationen verschiedener amerikanischer Vereinigungen aufgetaucht (I.T.G., I.T.A., I.H.S. und T.U.B.A.).

In Japan unternimmt die monatliche Revue Pipers beachtliche Anstrengungen, um ihren Lesern ein so grosses Mass an Information wie nur möglich zur Verfügung zu stellen.

In den sozialistischen Ländern gibt es zahlreiche professionelle Organe, welche vom Staat unterstützt werden.

Abgesehen von den Zeitungen der Vereinigungen von Blechblasmusikern und Harmonien tauchten in Europa zu Beginn der Siebzigerjahre zwei Publikationsorgane auf: Sounding Brass (ab 1982 umgetauft in Brass International) und BRASS BULLETIN. Es ist nun auch schon einige Jahre her, dass die ersten Nummern der Bulletins erschienen, die von der Association française des cornistes und von der Guilde française des trompettistes herausgegeben wurden; sie sind nationalen Charakters, jedoch sehr wertvoll.

Die schwierige ökonomische Situation, mit der wir uns in den letzten Jahren befassen mussten, hat die Oberhand gewonnen über Sounding Brass/Brass International.

Aus Solidaritätsgründen, um gewisse Ideen aufrecht zu erhalten, aber auch, um unsern Horizont zu erweitern, haben wir den Chef-Redaktor von Brass International, Thomas Aitken, eingeladen, hinfort mit BRASS BULLETIN zusammenzuarbeiten. Wir entbieten ihm, wie auch seinen verehrten Lesern, das herzlichste Willkommen auf unsern Seiten. Es besteht kein Zweifel, dass diese Fusion für uns alle der Beginn eines neuen, bereichernden Abenteuers sein wird.

Im folgenden die Mitteilungen des Herausgebers von Sounding Brass/Brass International, Herrn Trevor Austin:

Zuerst die schlechten Neuigkeiten: Wegen der Rezession in Grossbritannien und den ständig zunehmenden Subventionen, die notwendig waren, um Brass International im Gange zu halten, wird es sein Erscheinen mit Wirkung ab der 3. Ausgabe (Herbst) des zehnten Bandes einstellen. Wie möchten allen Herausgebern und Administratoren herzlich danken, die während der vergangenen Jahre dazu beigetragen haben, dass das Heft sowohl als Sounding Brass wie auch als Brass International bei der Leserschaft so beliebt war.

Und jetzt die guten Neuigkeiten: Die Interessen von Brass International werden jetzt mit denjenigen von BRASS BULLETIN (der einzigen anderen Vierteljahreszeitschrift für Blechbläser) fusioniert; sie wird in der Schweiz in drei Sprachen veröffentlicht. Bei Brass International bereits bezahlte, aber noch nicht gelieferte Exemplare werden von BRASS BULLETIN zugestellt werden. Der Herausgeber dieser erstklassigen Zeitschrift ist in erster Linie daran interessiert, das Angebot für Blechbläser in den Englisch sprechenden Teilen der Welt und im besonderen in Grossbritannien zu vergrössern, und wir zählen darauf, dass unsere Leser von Sounding Brass/Brass International ihn auf dem Laufenden halten werden. Alle Fragen sind zu richten an den Herausgeber Jean-Pierre Mathez, BRASS BULLETIN, Rue du Moléson 14, CH-1630 Bulle, Schweiz.

Wir danken unserer treuen Leserschaft und den Directors of Rosehill Instruments für ihre beträchtlichen Spenden, die es uns ermöglicht haben, Sounding Brass und Brass International bis jetzt am Leben zu erhalten.

Trevor Austin

Tom Aitken

Tom Aitken ist Neuseeländer, lebt aber seit 1967 in England. In seiner Familie spielten alle in einer Brass Band. Als Student spielte er selbst in Kapellen der Heilsarmee, in der Wellington Citadel Band und in der Auckland Congress Hall Band. Während der letzten sechs Jahre war er Mitglied des London Collegiate Brass.

Vor zwei Jahren gab er das Unterrichten auf, um freier Schriftsteller zu werden. Seither gab er Brass International heraus, er schrieb über Blechblasmusik für The Guardian, drei Zeitschriften und The British Bandsman, und über Theaterstücke schrieb er für The Times. Für The New Zealand Woman's Weekly steuert er eine Reihe von Charakterbildern von ausgewanderten Neuseeländern bei. Er schreibt auch Romane.

Brass Bulletin 42, II / 1983 Seiten 5–8

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