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Herbert L. Clarke (1867-1945)

Seine Karriere

Teil 4 – Ende

Von David Hickman

Vom Überleben zur Legende: Teil 4 zeigt Herbert L. Clarkes Aufstieg – von schwierigen Anfängen zu Weltruhm als Solist, Pädagoge und Wegbereiter.
Herbert L. Clarke (1867-1945)

Herbert L. Clarke während seiner letzten Jahre, als Dirigent der « Long Beach Municipal Band » in Long Beach, Kalifornien.

In den vorigen drei Nummern (Nr. 18, 19, 21) hat Brass Bulletin eine Artikelreihe dem Leben Herbert L. Clarkes bis zu seinem 24. Jahr gewidmet; in diesem Alter begann seine international berühmte Karriere als Dirigent und Solokornettist. Zuletzt hatte er eine Tournee als Solokornettist mit dem Orchester von P. S. Gilmore gemacht, während der Gilmore starb und das Ende seines Orchesters sich abzeichnete. Arbeitslos und fast mittellos kehrte er nach New York zurück, um dort eine Stelle zu finden.

Bei seiner Rückkehr nach New York nach Gilmores Tod und der Auflösung seines Orchesters suchte Clarke Hilfe bei dem einzigen guten Freund, den er dort kannte: Walter Rogers, seinem Duopartner von damals, der zu jener Zeit mit Cappas Orchester des 7. Regimentes spielte. Rogers stellte seinen Freund mehreren Agenturen vor, und Clarke erhielt Arbeit in Theatern, Hotels, Gaststätten und Tanzorchestern. Nebenbei schrieb er Bearbeitungen für Kornettsolo, die er eines Tages, wenn er seine Solistenlaufbahn wieder aufnehmen würde, zu spielen hoffte.

1893 bekam Clarke von Sousa ein Angebot als erster Kornettist und Solist. Er nahm das Angebot an. Bei Sousa lernte er den großen Posaunisten Arthur Pryor kennen, den ersten Musiker, der ihn dazu anspornte, eigene Kompositionen für Kornettsolo zu schreiben. Sousa konnte keine Vollbeschäftigung in seinem Orchester anbieten, da Konzertengagements in den Wintermonaten selten waren. Gilmores Orchester wurde unter der Führung von Victor Herbert wieder aufgebaut, und Clarke sollte Chefassistent werden. Auch Herberts Orchester konnte nur kurzfristige Engagements anbieten.

In den folgenden Jahren spielte Clarke als Solokornettist mit Sousa, mit Herbert und mit Innes, da keiner ihm einen festen Posten anbieten konnte. Victor Herbert legte sein Amt im wiederaufgebauten Gilmore-Orchester nieder, weil es immer schwerer wurde, Arbeit für das Orchester zu finden. Man bot Clarke den Posten an, er lehnte diese Ehre ab und verließ das Orchester. A. Couturier wurde als Dirigent angestellt, doch eine misslungene Tournee besiegelte das Schicksal des ehemals so berühmten Orchesters.

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Brass Bulletin 22, II / 1978 Seiten 27–32

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