Brass Bulletin 12, III / 1975 (Seite 19–35) · 11 Min. Lesezeit
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Die sagenhafte Epoche vom Kornett à pistons und sechs seiner Virtuosen

Das Kornett erreichte im 19. Jahrhundert außergewöhnliche Höhen. Jack Hall zeichnet den Aufstieg seiner größten Virtuosen und eine Epoche beeindruckender Virtuosität nach.

Die Sage des «Kornettvirtuosen» begann kurz vor 1830, als man Ventile aufs (Natur-)Posthorn setzte: ein historisches Ereignis, denn so wurde endlich unter den Blechbläsern ein Sopraninstrument geboren, dessen Maschine unbegrenzte technische Möglichkeiten bot. Im Jahre 1848 schon gab Jean Baptiste Arban ein wichtiges Solokonzert am Conservatoire de Paris, um die vielfältigen Vorteile dieses neuen, schon weit entwickelten Instrumentes aufzuzeigen.

Um 1850 verdrängte das Kornett à pistons seinen allernächsten Rivalen, das Klappenhorn, endgültig und wurde ein wichtiges Soloinstrument, dessen Klang und Geschmeidigkeit alle Welt beeindruckte. Drei Jahre später veranstaltete der französische Impresario Antoine Jullien eine Reihe Promenadenkonzerte in Boston und in New York mit den berühmten Pionieren des Kornetts Matthew Arbuckle und seinem Meister Hermann König. 1864 wurde die «Methode Arban» veröffentlicht; man weiss, wieviel Erfolg sie gehabt hat, und wieweit sie die folgenden Generationen beeinflusst hat. Heute noch ist sie das grundlegende Unterrichtswerk der meisten Trompeter und Kornettisten (Sie erfahren mehr über Arban in Brass Bulletin Nr. 9, 10, 11, 12).

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