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Bad Säckingen - Trompetenmuseum
Ventilkornett mit senkrechtem, abnehmbarem Schallstück. A. Courtois (F) um 1850 (Seite 60).
Die unweit Basels am Rhein gelegene entzückende deutsche Kleinstadt Bad Säckingen hat es verstanden, einen musikalischen Anziehungspunkt zu schaffen, indem sie mit Intelligenz und Geschick zwei glückliche Zufälle ausgenützt hat.
Der erste glückliche Zufall besteht darin, dass die Stadt seit etwa anderthalb Jahrhunderten berühmt geworden ist als Schauplatz der Legende des deutschen Dichters Viktor Scheffel (1826-1886) «Der Trompeter von Säckingen», welche der elsässische Komponist Viktor-Ernest Nessler (1841-1890) als Libretto für seine gleichnamige Oper verwendet hat, welche einen dauerhaften, ausserordentlichen Erfolg erlebt hat. Sowohl die Legende als auch die Oper gehören heute zum deutschen Kulturgut. Millionen von Menschen verbinden mit dem Namen Säckingen den Begriff Trompete. Auch wenn dies aus der Sentimentalität eines überholten Romantismus geschieht, ist es dennoch ein publizistisches Kapital, das man auch ausnützen musste.
Die Leidenschaft für die Trompete
Der zweite glückliche Zufall war die Freundschaft zweier Männer: des amerikanischen Musikwissenschaftlers Edward H. Tarr, der seit langem in der Region Basel lebt, und des leidenschaftlichen und instinktsicheren Sammlers Ernst W. Buser. Jahrelang waren die beiden in Freundschaft und Interesse verbunden, und so hat Ernst W. Buser mit der Zeit eine wunderschöne Sammlung von Blasinstrumenten, Illustrationen und Dokumenten von grossem historischem und musikwissenschaftlichem Wert zusammengetragen. Seinerseits wurde Edward H. Tarr einer der weltbesten Spezialisten der Geschichte der Trompete. Der ständige Gedankenaustausch der beiden Männer sollte endlich ihre beiden Talente vereinigen und in diese ausserordentliche Schöpfung münden, welche das Museum der Trompete ist. 1979 organisierten Edward Tarr und Ernst W. Buser unter dem Namen «Die Trompete»¹ die erste Ausstellung, die diesem Instrument gewidmet war, im legendären Trompeterschloss. Gleichzeitig wurde ein internationaler Meisterkurs abgehalten. Dadurch wurden die Kontakte mit der Verwaltung des dynamischen Rheinstädtchens intensiviert und ganz natürlich wurden die Meisterkurse nun jährlich angesetzt. Diese dauernde Einrichtung begünstigte das Entstehen der grossen Idee der Museumsgründung.
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Brass Bulletin 53, I / 1986 Seiten 17–27
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