3) Schwingungs-Eigenarten der Stürzen von Blechblasinstrumenten (Vibration Characteristics of Brass Instrument Bells)
Bowsher John M. - Department of Physics, University of Surrey, Guildford, Surrey, GU2 5XH, England
Watkinson Peter S. - Institute of Sound and Vibration Research, The University, Southampton, Hants SO9 5NH, England
Dieses Referat befasst sich mit einer Präliminar-Studie der Schwingungseigenheiten der mathematischen Strukturen der Posaunenstürze. Mit der Technik des Fertigelementes berechnet man die Reaktion der Modi, wenn diese akustisch erzeugt werden. Ein wichtiger Schluss, der aus dieser Schwingungsanalyse gezogen werden kann, besteht darin, dass ein Modus proportional zu seinem Asymmetriegrad erzeugt wird. Das heisst, dass die Eigenheiten der Stürze, die zu asymmetrischen Modi führen, anfänglich wichtig sind. Bei der Posaune sind in erster Linie die Querstege von Bedeutung, aber andere Faktoren wie ein Schnitt, der nicht rund ist, können dazwischentreten.
4) Durch Dämpfer verursachte Transformationen des Klangspektrums bei der Familie der Blechblasinstrumente (Transformations introduites par les sourdines sur le spectre sonore des instruments de la famille des cuivres)
Causse René, Sluchin Benny - Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM), 31, rue Saint-Merri, 75004 Paris, France
Die Dämpfer der Blechbläser schwächen den Ton nicht nur ab, sie verwandeln ihn auch, indem sie seinen Spektralinhalt und seine Richtwirkung verändern. Dieser Bericht befasst sich nur mit den Transformationen, die in den verschiedenen Instrumentenfamilien auf das externe Spektrum ausgeübt werden. Zuerst werden die Resultate über die Richtwirkung der verschiedenen Dämpfer dargestellt. Das externe Spektrum hängt direkt mit dem Ort zusammen, wo der Ton eingefangen wird. Eine einfache Methode (des mittleren Spektrums) zum Studium dieser Transformationen wird beschrieben, und anschliessend werden die erhaltenen Ergebnisse dargestellt.
5) Akustische Studie zur multiphonischen Emission bei Blechblasinstrumenten (Etude acoustique de l’émission multiphonique des cuivres)
Castellengo Michèle - CNRS, Laboratoire Acoustique, Université, Paris VI, 4, Place Jussieu, 75005 Paris, France
Causse René, Sluchin Benny - IRCAM, 31, rue Saint-Merri, 75004 Paris, France
Der sogenannte «normale» Anstoss bei einem Blasinstrument besteht im Aushalten eines gegebenen Obertones. Der Klang, der dabei entsteht, ist periodisch. Die «Multiphonie» entsteht, wenn es möglich wird, mehrere Tonhöhen in der Ansprache eines ausgehaltenen Tones zu unterscheiden. Im allgemeinen entspricht sie der Erzeugung mehrerer nicht harmonischer Teiltöne. Die beschriebenen Phänomene sind bei allen Blechblasinstrumenten zu beobachten und bestehen in einer rein labialen Ansprache (die Stimme nimmt nicht daran teil). Auf einem gegebenen Oberton «dezentriert» der Instrumentalist den Ton, wobei er den Luftdruck im Mund aufrechterhält. Die multiphonische Emission vermittelt die Empfindung eines «gerollten» Tones und ist eng mit dem anfänglichen Oberton verbunden. Das multiphonische Phänomen wird dann auf konsequente Art und Weise erklärt; es hängt lediglich von der Frequenzbeziehung zwischen den beiden benachbarten Obertönen ab: demjenigen, der der Art der Ansprache entspricht, und demjenigen, der unmittelbar darunterliegt. Eine Analyse wird gegeben und zudem das Problem der Perzeption diskutiert.