Machen Sie Brass Bulletin an Ihrer Hochschule, Ihrem Konservatorium oder Ihrer Bibliothek verfügbar Institutionellen Zugang entdecken

6 Min. Lesezeit

Zur Frühgeschichte der Ventile und Ventilinstrumente in Deutschland (1814-1833)

Teil 4 – Ende

Von Herbert Heyde

Armut, Patente und Werkstattkonkurrenz begleiten die frühen deutschen Ventilinstrumente von Blühmel und Stölzel bis zu den Wiener und Mainzer Systemen.
Zur Frühgeschichte der Ventile und Ventilinstrumente in Deutschland (1814-1833)

Blühmel und Stoelzel persönlich

Über Blühmels Leben ließ sich nichts weiter ermitteln als bisher angeführt wurde und was aus einer weiteren Patentakte hervorgeht: Am 1. Oktober 1828 reicht Blühmel ein Patentgesuch betr. Holzblasinstrumente ein, das biografisch interessant ist wegen Blühmels Selbstzeugnis am Beginn des Gesuches:

«In meiner früheren Zeit erlernte ich Holzblase Instrumente, und nach der Zeit habe ich dergleichen Instrumente repariren müssen, weil man mir an meinem Wohnorte das Zutrauen schenkte, daß ich Kenntnisse von denen Instrumenten hätte.»

Blühmel war Bergmann in Waldenburg, hatte Holzblasinstrumente usw. erlernt und wechselte wegen der Grubenarbeit 1808 von der Violine zu Waldhorn und Trompete über. Er war vermutlich erst von dieser Zeit an auch «Berghautboist». Er starb vor 1845.

Folgende Überlieferungen weisen darauf hin, daß Blühmel in Geldsorgen lebte: In einem Brief vom 8. April 1818 an den Staatsminister bittet Blühmel

«den wohltätigen Beförderer alles Nützlichen und Guten, um eine Beihülfe..., damit ich meine Rückreise nach Schlesien weniger kummervoll in Hinsicht meiner Schulden, anzutreten im Stande bin.»

Und am 14. April weist der Staatsminister von Bülow die Staatskasse an, Blühmel 100 Thaler als Prämie für seine Erfindung «aus dem Fonds für gewerbliche Zwecke pro 1818 gegen Quittung zu zahlen.»

Blühmel bekennt in seinem Brief, dass die 400 Thaler Abfindung durch Stoelzel

«eine sehr unbedeutende Vergütung für meine, mehrere Jahre auf die Erfindung verwandte Mühe und Kosten [sind], welche ich aber wegen der bedürftigen Lage des p. Stölzel nicht höher habe bewirken können.»

Weiterlesen

Erhalten Sie vollständigen Zugang zur digitalen Ausgabe.

Brass Bulletin 27, III / 1979 Seiten 51–61

Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt © Brass Bulletin 1979–2026

Artikel teilen

Facebook LinkedIn
Wird geladen…

Fragen und Antworten

So funktioniert die digitale Ausgabe

Was enthält die digitale Ausgabe?

Die digitale Ausgabe vereint die bereits digitalisierten Artikel als lesbare und durchsuchbare Online-Texte – nicht nur als Scans oder PDF-Dateien – mit ihren ursprünglichen Abbildungen, Anmerkungen, Angaben zu Autoren und Ausgaben sowie den verfügbaren Übersetzungen. Empfehlungen verwandter Artikel umfassen derzeit nur dieses digitalisierte Material.

Sind die digitalen Artikel mit den Originalen identisch?

Wir bewahren den ursprünglichen Text, die Sprache, Abbildungen, Bildlegenden, Fußnoten und den redaktionellen Kontext so originalgetreu wie möglich. Die Darstellung wird für ein angenehmes Lesen am Bildschirm angepasst; offensichtliche Übertragungs- oder Scanfehler können korrigiert werden. Inhalt und Charakter des veröffentlichten Artikels bleiben unverändert.

Welche Sprachen sind verfügbar?

Brass Bulletin erschien während seiner gesamten Geschichte auf Englisch, Französisch und Deutsch. Italienische und spanische Übersetzungen kamen ab Ausgabe Nr. 60 hinzu.

Auf der italienischen und der spanischen Website werden die Artikel aus den Ausgaben 1 bis 59 daher standardmäßig auf Englisch angezeigt.

Wie oft werden neue Artikel hinzugefügt?

Neue Artikel werden fast täglich hinzugefügt; ungefähr eine vollständige Ausgabe wird pro Woche digitalisiert. Das Tempo kann je nach erforderlicher Vorbereitung, Bildbearbeitung und redaktioneller Prüfung variieren.

Warum sind noch nicht alle Artikel digital verfügbar?

Die vollständige Sammlung von Brass Bulletin umfasst 1’246 Artikel aus den Jahren 1971 bis 2003. Das vollständige Verzeichnis ist bereits online verfügbar und ermöglicht es, jeden Artikel der Sammlung zu entdecken – auch jene, deren vollständiger Text noch nicht digitalisiert wurde.

Die Digitalisierung begann im Februar 2026. Jeder Artikel wird sorgfältig für die Online-Lektüre aufbereitet, geprüft und mit seiner Ausgabe, den Autoren, Themen und Abbildungen verknüpft. Beim derzeitigen Digitalisierungstempo wird die vollständige Sammlung voraussichtlich bis Februar 2028 online verfügbar sein.

Warum verweisen manche Quellen auf Artikel, die noch nicht verfügbar sind?

Verweise in den Originalartikeln bleiben erhalten, auch wenn das Material, auf das sie hinweisen, noch nicht digitalisiert wurde. So bleiben die historischen und redaktionellen Zusammenhänge vollständig erhalten. Mit jeder weiteren digitalisierten Ausgabe werden mehr dieser Verweise zu online lesbaren Artikeln führen.

Kann ich einen Artikel vorschlagen oder einen Übertragungsfehler melden?

Ja. Wenn Sie einen bestimmten Artikel gerne digitalisiert sehen möchten oder einen möglichen Übertragungsfehler beziehungsweise eine fehlende Information entdecken, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Rückmeldungen unserer Leser helfen uns, die digitale Ausgabe zu verbessern und sinnvolle Prioritäten im Archiv zu setzen.

Wie kann ich Brass Bulletin unterstützen?

Ihre Unterstützung hilft, die Aufbereitung, Überprüfung und Online-Veröffentlichung der vollständigen Sammlung zu finanzieren.

Digitalausgabe abonnieren

Möchten Sie uns lieber unterstützen, ohne ein Abonnement abzuschließen?

Spenden

Brass Bulletin durchsuchen.