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Die Kontrabassposaune

Bild — Abriß unter besonderer Berücksichtigung der bautechnischen Aspekte (1973)

Teil 1

Von Heinrich Thein

Von Praetorius bis Wagner: Heinrich Thein verfolgt die Entwicklung der Kontrabassposaune und zeigt, wie Geschichte, Akustik und Bauweise sie geprägt haben.
Die Kontrabassposaune

Vorbemerkungen zu

Musikalisch-historische Aspekte :
Die dargestellte Barock-Baßposaune ist ein Instrument von Johann Isaac Ehe, Nürnberg 1612, und befindet sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Text- und Bildreproduktionen sind dem «Syntagma musicum», Band II, De Organographia, 1619, von Michael Prätorius entnommen.

zu bautechnischen Aspekten :
Die dargestellte Kontrabaßposaune ist ein Modell des Verfassers. Sie wurde im Juli-August 1973 in der Werkstatt Thein, 28 Bremen, Stavenstr. 7, gebaut und dient gleichzeitig als Meisterstück des Verfassers. Fotografie : Monika von Plottnitz.

I. Musikalisch-historische Aspekte

Die Entwicklung und Verwendung der Kontrabaßposaune (Baßposaune) im Spiegel der musikalischen Entwicklung bis heute.

Der Ursprung der Metallblasinstrumente und der Posaunen im besonderen ist synchron zu sehen mit der Entstehung abendländischer Kulturen. Im «Syntagma musicum» von Michael Prätorius, 1619, ist in neuerer Zeit erstmals diese Ansicht musikwissenschaftlich bekräftigt (III. 1). Im Gegensatz zu anderen Blechblasinstrumenten hat die Posaune die geringste Entwicklung durchgemacht. Schon ins 15. Jahrhundert fällt die Erfindung des Zuges und damit ist der Grundtyp der Posaune fertig. Die frühesten erhaltenen Instrumente stammen aus der Renaissance- und Barockzeit. Diese Zeit war überhaupt die Blütezeit der Bläsermusik. Die Posaune wurde damals in allen Stimmlagen gebaut. Die eigentliche Baßposaune war in F gestimmt (Quartposaune) ; man benutzte sogar eine Oktavposaune (heutige Tubastimmung). Beste Quelle ist wiederum Prätorius im «Syntagma musicum» (III. 2, 3).

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Brass Bulletin 22, II / 1978 Seiten 53–60

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