2 Min. Lesezeit
Serie Doktor Munstück • Teil 2
Fleisch trifft auf Metall 1
Der Rand
Von John Stork , Phyllis Stork
1 Innerer Durchmesser
Der Rand ist der erste Begegnungspunkt zwischen Bläser und Instrument, und Sicherheit und komfortables Spielgefühl hängen weitgehend von ihm ab.
Er ist nicht etwa, wie häufig angenommen, ein starres Stück Metall, sondern ein vielseitiger Teil mit fünf unterschiedlichen Eigenschaften. Jede dieser Eigenschaften (innerer Durchmesser, Weite, Kontur, innerer Rand und Aussenrand) versehen den Rand mit einer erstaunlichen Anpassungsfähigkeit an die verschiedensten physischen Beschaffenheiten. Je mehr die Randform den physiologischen Bedürfnissen eines Spielers entgegenkommt, desto besser sind die zu erhoffenden Resultate. In einer Serie von 3 Artikeln werden wir versuchen, eine Liste von Anzeichen zu geben, die jedem über die Effizienz seiner persönlichen Ausrüstung Auskunft geben sollen.
Das wichtigste Element in Bezug auf die Anpassung des Bläsers an den Rand ist der innere Durchmesser (siehe Bild). Die Verwendung eines ungeeigneten Innendurchmessers kann Ansatz und Entwicklung ernstlich beeinträchtigen.
Illustration 1
Folgende Symptome sprechen in der Regel für einen zu kleinen Innendurchmesser:
1) Schlechte tiefe Lage
Sehr aufschlussreich! Entweder fehlt der Platz, um den Unterkiefer diesen Tönen entsprechend vorzuschieben, ohne aus dem Ansatz zu rutschen — oder die Lippen sind zu voluminös, um innerhalb des verfügbaren Platzes genügend tiefe Vibrationen zu erzeugen.
2) Unbefriedigender Ansatz
Es wird mit dem oberen oder unteren Ende des Randes im roten Fleisch eingesetzt, welches weniger Muskeln enthält als das umgebende Gewebe und daher dem Druck des Mundstückes weniger gut widerstehen kann.
Dies führt häufig zu:
2a) Mangelnder Ausdauer
Geringere Muskelspannung unter dem Mundstück unterbindet schneller die Blutzirkulation und verursacht so rasche Ermüdung.
Weiterlesen
Erhalten Sie vollständigen Zugang zur digitalen Ausgabe.
Brass Bulletin 59, III / 1987 Seiten 23–25
Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt © Brass Bulletin 1987–2026