Man kann demnach die Bassposaune nicht einfach danach definieren, ob man auf ihr ein tiefes Es oder gar ein H spielen kann! (Nur auf der einfachen Tenorposaune ist dies nicht möglich). Meiner Meinung nach ist es dumm, eine eindeutige Abgrenzung zwischen Tenor und Bass vornehmen zu wollen. Halten wir uns doch vielmehr die Möglichkeit des Ineinanderfliessenlassens offen! Nützt ein Maler nicht etwa jede nur erdenkliche Farbschattierung aus? Hüten wir uns vor allzuschnellen Urteilen über sogenannte «Spezialinstrumente» (das Ohr akzeptiert nur widerstrebend Töne, die ihm nicht geläufig sind). Seien wir doch objektiv und denken wir einfach an die Musik…
Abschliessend möchten wir den Wunsch äussern, dass der Fächer an Posaunenarten seine reiche Vielfalt beibehalten möge, ohne von neuem durch eine mit der Kunst unvereinbare Schematisierung beschnitten zu werden. Und wir Bassposaunisten müssen von unserer Spezialisierung in dem Sinne Gebrauch machen, dass wir unsere Instrumente der Musik, die wir spielen, anpassen, stets unter Beachtung des Verhältnisses der einzelnen Stimmen untereinander. Fordern wir doch die Tubisten auf, für die Ventil-Bassposaune und auch für die Doppelzug-Kontrabassposaune, die für sie wie geschaffen scheint, mehr Interesse zu bekunden.
P.S. Ueber dieses Thema würde ich gerne einen Briefwechsel führen.