Brass Bulletin 40, IV / 1982 (Seite 33–) · 1 Min. Lesezeit
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Neues über Alt-Posaune

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Neues über Alt-Posaune

Es-Alt-Posaune, Modell Armin Rosin, mit 2 Halbtonventilen, Mechanik und Daumenschlaufe, zweites Ventil demontierbar und mit anderen Bogen zu ergänzen (z. B. Quartbogen), Mensur: konischer Zug 13,40 - 13,90 mm.

Die Alt-Posaune (Alt = Stimmlage wie Tenor - Bass - Sopran) ist das eigentliche Soloinstrument der Posaunisten. In Barock und Klassik gibt es einige wenige, aber bedeutende Werke für dieses Instrument, wie die Konzerte von Arcangelo Corelli, Johann David Heinichen, Georg Philipp Telemann, Leopold Mozart, Johann Michael Haydn, Johann Georg Albrechtsberger, Georg Christoph Wagenseil.

Die Werke sind sehr virtuos angelegt und verlangen gerade in den Kadenzen Triller und schnelle Figuren. Die Triller sind durch reine Lippenarbeit möglich, aber riskant. Durch den Einbau von zwei Sekundenventilen können solche Triller bei diesem Instrument sicherer geblasen werden. Wenn es sich hierbei auch nicht um eine instrumentenbauerische Lösung im Sinne der Historischen Aufführungspraxis handelt, so entspricht diese Lösung der musikalischen Auffassung moderner Solo- und Orchesterposaunisten, wie z. B. Armin Rosin, sehr.

Das zweite Ventil ist abnehmbar. Dadurch entsteht durch das verbliebene, fest mit dem Zug verbundene Ventil die Möglichkeit, es durch Aufstecken eines längeren Bogens als Quartventil zu benutzen.

Durch den Quartbogen wird das Instrument in der tiefen Lage erweitert und stößt so weit in den Bereich der Tenorposaune vor. Man hat also einerseits den helleren Klang der Altposaune mit dem größeren Tonumfang verbunden. Das kommt gerade den modernen und experimentellen Werken der Posaunenliteratur entgegen und öffnet dem Posaunisten erweiterte musikalische Möglichkeiten.

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