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Die Tuba, Benjamin der Blechblasinstrumente

Woher kommt die Tuba? Vom Serpent über das Ophikleide zu den Saxhörnern — ein wenig bekannter Weg zum modernen Instrument.
Die Tuba, Benjamin der Blechblasinstrumente

Der Artikel in BRASS BULLETIN 13/76: «Die Tuba in Frankreich», von Lelong und Coutet, hat uns zu weiteren Nachforschungen auf diesem Gebiete angeregt, deren nachstehenden Resultate als «fioriture» jenes Artikels zu betrachten sind.

Aus der Zeit der Völkerwanderung (4. bis Ende 6. Jh.) sind uns praktisch keine Kenntnisse über Blechblasinstrumente überliefert worden. Erst aus dem Mittelalter (9./10. Jh.) finden wir Abbildungen solcher Instrumente. Die römischen Instrumente Tuba, Buc(c)ina und Cornu waren verschwunden, dafür gibt es nun aber einerseits die Vorfahren unserer Hörner: Signal- oder Bügelhörner, andererseits die Vorfahren unserer Trompeten: die Businen. Zu diesen, sich allmählich weiterentwickelnden Instrumenten, gesellte sich dann im 14. Jahrhundert ein neuer Typ: der Zink. Dies waren alles Diskant-Instrumente — Bässe waren zunächst nicht gefragt.

Das erste nennenswerte Blasinstrument in tieferer Lage war dann das im 16. Jh. erfundene Serpent, der «Bass» der Zinke, schlangenförmig konstruiert, um die Tonlöcher leichter zu erreichen. Aber auch dies war noch ein Tenor-Instrument, das die Aufgabe hatte, die tiefen Stimmen in den Kirchenchören zu unterstützen. Das Serpent war aus lederüberzogenem Holz (manchmal aus Metall) hergestellt und hatte ein Kesselmundstück (Abb. 1). Sein Ton war sowohl weich wie mächtig, sodass das Instrument, außer bei den Kirchenchören, auch in Militärkapellen beliebt war.

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Brass Bulletin 17, I / 1977 Seiten 11–14

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