Machen Sie Brass Bulletin an Ihrer Hochschule, Ihrem Konservatorium oder Ihrer Bibliothek verfügbar Institutionellen Zugang entdecken

5 Min. Lesezeit

Die Posaunenzüge im Wandel der Zeit

Gab es schon immer sieben Zugpositionen? Heinrich Huber zeigt, wie Geschichte und Musiktheorie die Posaune geprägt haben.
Die Posaunenzüge im Wandel der Zeit

Wie die Trompete schon vor vielen Jahren, beginnt jetzt auch die Posaune aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen. Sie bekommt immer mehr Möglichkeiten, solistisch und kammermusikalisch verwendet zu werden. Neben neueren Werken, die ab Luciano Berios Sequenza 1966 für Posaune komponiert wurden, kommen noch ältere Werke von Albrechtsberger, Michael Haydn, Schmelzer, Wagenseil und anderen hinzu, die wieder entdeckt wurden.

Man kann geschichtlich und musikalisch drei Behandlungsarten der Posaune unterscheiden. In der avantgardistischen Musik hat die Posaune bis zu dreizehn Züge, mittels derer Vierteltöne erzeugt werden. Gewöhnlich hat sie sieben Züge, die unseren Vorstellungen von Chromatik innerhalb des wohltemperierten Systems entsprechen. Während der Renaissance und des Barock aber ging man von bloss vier Zügen aus.

In diesem kurzen Artikel will ich auf die Quellen der Frühzeit der Posaune hinweisen. Es ist bekannt, dass sich die Posaune um ca. 1425 von der (Zug-)Trompete abzweigte und in der Folge ein beliebtes Instrument in der sogenannten «Alta»-Besetzung wurde. Dieses Ensemble, bestehend meistens aus Pommern und einer Posaune, dem aber auch Krummhörner angehören konnten, spielte höfische Tanz- und Unterhaltungsmusik. Es gibt fast keine erhaltenen Noten für die «Alta»-Kapelle, da die Musiker meist improvisierten.

Abbildung 1 zeigt den am Anfang des 16. Jahrhunderts berühmten Posaunisten und Instrumentenmacher Hans Neuschel (gest. 1533) beim Spiel in einer solchen «Alta»-Kapelle (mit zwei Krummhörnern und zwei Pommern), in einem der Holzschnitte Hans Burgkmaiers aus dem Triumph Maximilians I. (1518).

Weiterlesen

Erhalten Sie vollständigen Zugang zur digitalen Ausgabe.

Brass Bulletin 11, II / 1975 Seiten 83–94

Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt © Brass Bulletin 1975–2026

Artikel teilen

Facebook LinkedIn
Wird geladen…

Fragen und Antworten

So funktioniert die digitale Ausgabe

Was enthält die digitale Ausgabe?

Die digitale Ausgabe vereint die bereits digitalisierten Artikel als lesbare und durchsuchbare Online-Texte – nicht nur als Scans oder PDF-Dateien – mit ihren ursprünglichen Abbildungen, Anmerkungen, Angaben zu Autoren und Ausgaben sowie den verfügbaren Übersetzungen. Empfehlungen verwandter Artikel umfassen derzeit nur dieses digitalisierte Material.

Sind die digitalen Artikel mit den Originalen identisch?

Wir bewahren den ursprünglichen Text, die Sprache, Abbildungen, Bildlegenden, Fußnoten und den redaktionellen Kontext so originalgetreu wie möglich. Die Darstellung wird für ein angenehmes Lesen am Bildschirm angepasst; offensichtliche Übertragungs- oder Scanfehler können korrigiert werden. Inhalt und Charakter des veröffentlichten Artikels bleiben unverändert.

Welche Sprachen sind verfügbar?

Brass Bulletin erschien während seiner gesamten Geschichte auf Englisch, Französisch und Deutsch. Italienische und spanische Übersetzungen kamen ab Ausgabe Nr. 60 hinzu.

Auf der italienischen und der spanischen Website werden die Artikel aus den Ausgaben 1 bis 59 daher standardmäßig auf Englisch angezeigt.

Wie oft werden neue Artikel hinzugefügt?

Neue Artikel werden fast täglich hinzugefügt; ungefähr eine vollständige Ausgabe wird pro Woche digitalisiert. Das Tempo kann je nach erforderlicher Vorbereitung, Bildbearbeitung und redaktioneller Prüfung variieren.

Warum sind noch nicht alle Artikel digital verfügbar?

Die vollständige Sammlung von Brass Bulletin umfasst 1’246 Artikel aus den Jahren 1971 bis 2003. Das vollständige Verzeichnis ist bereits online verfügbar und ermöglicht es, jeden Artikel der Sammlung zu entdecken – auch jene, deren vollständiger Text noch nicht digitalisiert wurde.

Die Digitalisierung begann im Februar 2026. Jeder Artikel wird sorgfältig für die Online-Lektüre aufbereitet, geprüft und mit seiner Ausgabe, den Autoren, Themen und Abbildungen verknüpft. Beim derzeitigen Digitalisierungstempo wird die vollständige Sammlung voraussichtlich bis Februar 2028 online verfügbar sein.

Warum verweisen manche Quellen auf Artikel, die noch nicht verfügbar sind?

Verweise in den Originalartikeln bleiben erhalten, auch wenn das Material, auf das sie hinweisen, noch nicht digitalisiert wurde. So bleiben die historischen und redaktionellen Zusammenhänge vollständig erhalten. Mit jeder weiteren digitalisierten Ausgabe werden mehr dieser Verweise zu online lesbaren Artikeln führen.

Kann ich einen Artikel vorschlagen oder einen Übertragungsfehler melden?

Ja. Wenn Sie einen bestimmten Artikel gerne digitalisiert sehen möchten oder einen möglichen Übertragungsfehler beziehungsweise eine fehlende Information entdecken, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Rückmeldungen unserer Leser helfen uns, die digitale Ausgabe zu verbessern und sinnvolle Prioritäten im Archiv zu setzen.

Wie kann ich Brass Bulletin unterstützen?

Ihre Unterstützung hilft, die Aufbereitung, Überprüfung und Online-Veröffentlichung der vollständigen Sammlung zu finanzieren.

Digitalausgabe abonnieren

Möchten Sie uns lieber unterstützen, ohne ein Abonnement abzuschließen?

Spenden

Brass Bulletin durchsuchen.