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Die Luftsäule
Atemsystem für Bläser
Von Robert Bouché
In den letzten Jahren hat die Bläsertechnik eine entscheidende Entwicklung durchgemacht, die dem Bläser erlaubt, einen volleren Klang, mehr Sicherheit im Tonansatz und eine grössere Leichtigkeit in der Interpretation zu erreichen.
Dieser Erfolg ist dem Atemsystem zu verdanken, das in der Fachsprache « Luftsäule » (colonne d'air) genannt wird, dessen hauptsächlichste Merkmale ich hier erläutern möchte. Die früheren Bläsertechniken legten nur wenig Wert auf die überaus wichtige Rolle der Luft zur Bildung des Tones.
Bei ungenügender Atmung (wobei der Druck zu gering ist, und die Luft schlecht verwendet wird und somit nicht ausreicht), muss der Bläser alle Muskeln anspannen und zudem das Mundstück auf ganz übertriebene Art auf die Lippen pressen.
Dies hat zur Folge:
- einen kläglichen Ton
- eine sehr schwache Ausdauer
- Schwierigkeiten in der hohen und tiefen Lage
- Bindungsschwierigkeiten
Will man ein Blasinstrument beherrschen lernen, dann muss man vorerst lernen, richtig zu atmen.
Wie entsteht überhaupt der geblasene Ton auf der Trompete? Die ausgeatmete Luft lässt die Lippen vibrieren, und eben diese Vibration erzeugt den Ton. Sind die Lippenwinkel geschlossen, so geht die Luft nur durch eine ganz kleine Öffnung.
Da ein voller Ton nun eine grosse Menge Luft erfordert, muss die Luft unter gleichbleibendem und kontrolliertem Druck ausströmen. Die moderne Blastechnik will den Schüler dazu bringen, genügend Luft unter einem gewissen Druck ausströmen zu lassen, so dass er keineswegs mehr genötigt ist, das Mundstück auf die Lippen zu drücken.
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