Brass Bulletin 27, III / 1979 (Seite 81–89) · 9 Min. Lesezeit
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Philip Jones

Interview

Von Londoner Bands zur Philharmonia: Philip Jones erinnert sich an Ausbildung, Orchesteralltag und den Aufstieg der Blechbläserensembles im Nachkriegsengland.
Philip Jones

Philip Jones

J.-P. M.: Philip Jones, heute bist du ein berühmter Mann, aber wie ist es dazu gekommen? Wann begannst du Trompete zu spielen, bei wem studiertest du und welche Musik mochtest du, als du anfingst?

P. J.: Nun, zuerst spielte ich Klavier, was ich gar nicht mochte, und so von vier oder fünf Jahren an hörte ich Blechklänge. Ich stamme ja aus einer Familie von professionellen Blechbläsern — mein Vater war Posaunist, mein Onkel und mein Grossvater Trompeter. Ich hörte also von klein auf eine Menge Blechmusik, aber selber zu blasen begann ich mit neun.

Philip Jones als Seekadett.(Er trat den Seekadetten nur bei, damit er lange Hosen tragen durfte!)

Philip Jones als Seekadett.
(Er trat den Seekadetten nur bei, damit er lange Hosen tragen durfte!)

J.-P. M.: Was für Musik spielten denn deine Verwandten?

P. J.: Die spielten alle klassische Musik in kleinen englischen Provinzorchestern in den zwanziger und dreissiger Jahren; ich bin also in einer ausgesprochen klassischen Tradition aufgewachsen. Das heisst, wir hörten kaum U-Musik zu Hause, und selber spielen tat ich schon gar keine. Ich finde das einen Nachteil für jeden Musiker, aber damals in den dreissiger Jahren war man eben ein E-Musiker oder man war ein U-Musiker. Schade.

Nun, mit neun begann ich also zu blasen — ein bisschen spät zum Anfangen, möchte ich sagen. Ich begann in einem lokalen Tambour- und Fanfarenkorps, welches sonntags nach dem Gottesdienst in der Gegend rumpolterte und -tutete.

Jones spricht später über sein Studium bei Ernest Hall, das Londoner Orchesterleben der Nachkriegszeit und die Entstehung des Philip Jones Brass Ensemble.

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