BrassBulletin

Internationales Magazin für Blechbläser

Brass Bulletin 31, III / 1980 (Seite 99–) · 1 Min. Lesezeit
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Miroslav Kejmar

Kurzporträt

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Miroslav Kejmar

Im zarten Alter von zehn Jahren traf Miroslav Kejmar den Entschluss seines Lebens: er tauschte seine Geige gegen eine Trompete ein. Das dürfte der Mann, dem «es der Herrgott in die Lippen gegeben hat» (so einer seiner Lehrer) heute kaum bereuen.

Noch nicht vierzigjährig, kann Kejmar, der Adolf Scherbaum und Maurice André als Vorbilder nennt, eine stolze Diskographie vorweisen, in der so schwere Brocken wie Bachs Zweites Brandenburgisches Konzert, eines der Konzerte J.M. Molters und die Ersteinspielung des halsbrecherischen Konzerts von Franziskus Querfort figurieren (alle auf dem Label Panton). Auf Supraphon-Platten hört man ihn in Bachs D-dur-Orchestersuiten und in Händels Feuerwerksmusik. Ausser der Barockmusik gilt seine Vorliebe zeitgenössischen Werken (er nennt Jolivet, Bozza, Arutjunjan, Goedicke und Peskin). Von Jožka Matěj nahm er ein Trompetenkonzert (Supraphon) und ein Konzert für Trompete, Horn und Posaune (Panton), von Petr Eben Vox clamantis (Panton) auf.

Nicht minder lebhaft ist Kejmars Konzerttätigkeit. Mit der Tschechischen Philharmonie, der er seit 1972 als Solotrompeter angehört, spielte er unter anderem das Haydn-Konzert und trat mit anderen Orchestern in Prag, Brünn, Bratislava sowie mit der Bukarester Philharmonie auf. Er wirkt zudem beim Prager Barockensemble, den Prager Blechbläsersolisten und anderen Kammerformationen mit. Selbst die Tanzorchester von Karel Vlach und Václav Hybs sichern sich seine Mitwirkung.

Der so vielseitige Mann mit dem Bilderbuch-Ansatz stammt aus Kladno (1941 geboren), studierte ab 1962 in Prag bei Václav Pařík und Václav Junek und erlernte sein Handwerk in Operetten- und Filmorchestern, bevor er 1970 der Tschechischen Philharmonie beitrat.

Sein Hauptinstrument ist eine C-Trompete von Bach; daneben bläst er auch Instrumente in B, Es (für Haydn und Hummel) sowie — besonders glanzvoll — die Hoch-B-Trompete von Selmer.

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