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Holger Fransman
Finnischer Hornist und Pädagoge
Holger Fransman, 1969 — Mit einem Olds-Horn.
In Finnland kennen alle Musiker den grossen Hornisten und Pädagogen Holger Fransman. Er ist eine der interessantesten und geachtetsten Persönlichkeiten des Musiklebens dieses Landes.
Seit 1928 war er Mitglied der Philharmonie von Helsinki, zuerst als Zuzüger, dann als dritter Hornist. 1937 wurde er Solohornist, was er bis zu seiner Pensionierung 1969 blieb. 1931 schuf die «Sibelius-Akademie» in Helsinki eine Hornprofessur, die er bis 1978 bekleidete. Er hat praktisch alle gegenwärtigen finnischen Hornisten ausgebildet, unter anderen Esa-Pekka Salonen, den jungen finnischen Dirigenten auf dem Wege zum Ruhm, welcher für einige Zeit sein Hornschüler war.
Holger Fransman wurde 1909 in Helsinki geboren. Er erinnert sich der russischen Truppen des Zaren, die zwei- und dreistimmig singend paradierten, und des charakteristischen Geruches ihrer Stiefel...
Mit zwölf Jahren schrieb er sich als interner Schüler an die Militär-Musikschule ein, wo man ihm verschiedene Blasinstrumente beibrachte. 1926 wählte er endgültig das Horn. Warum das Horn?
Holger Fransman
Das Militärorchester sollte nach Schweden reisen, und es fehlten Hörner. So entschied sich meine Karriere...
1928, als Zuzüger in der Philharmonie von Helsinki, begann er in seiner Umgebung einen Lehrer zu suchen, der ihm helfen könnte, Fortschritte zu machen. Ein Jahr später, dank dem Radio, das sein weltweites Kommunikationsnetz zu spannen begann, hörte er das «Stiegler Hornquintett» aus Wien. Ein Erlebnis! Er schrieb Stiegler, kämpfte um ein Stipendium und reiste dann während mehreren aufeinanderfolgenden Sommern nach Wien zum berühmten Professor und Regierungsrat Karl Stiegler, und später zu seinem Neffen Gottfried von Freiberg (mit dem er übrigens bei Stiegler studiert hatte). Die beiden grossen Meister des Wiener Hornes sollten ihm in wunderbarer Weise in seiner künstlerischen Laufbahn helfen.
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Brass Bulletin 53, I / 1986 Seiten 56–65
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