Die Jury setzte sich aus acht Personen zusammen: Wolfgang Stresemann (BRD), Maurice André (Frankreich), Willi Bauer, Solotrompeter im Symphonieorchester des Bayer. Rundfunks, Günther Bialas (BRD), Stefan Hadrys (Polen), Petar Karparov (Bulgarien), Georgiy Orvid (UdSSR) und Julien-François Zbinden (Schweiz).
Die offiziellen Bewertungskategorien für die Instrumentalfächer waren technisches Können, musikalische Gestaltung und künstlerische Persönlichkeit. Jeweils acht Punkte waren zu erreichen. Um in den zweiten Durchgang zu gelangen, waren mindestens 13 Punkte nötig.
Vierzig Trompeter hatten sich angemeldet, allerdings waren sieben davon nicht erschienen. Sieben Teilnehmer kamen aus den USA und Frankreich, aus Belgien und Bulgarien drei, je zwei aus der UdSSR, Polen und der BRD, aus Rumänien, der ČSSR, Jugoslawien, den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz und Luxemburg je ein Teilnehmer.
In der ersten Prüfung musste jeder Bewerber das Trompetenkonzert von Haydn und wahlweise die Sonate von Hindemith, die Intrada von Honegger, das Impromptu von Ibert oder die Sonatine von Martinů vorspielen, insgesamt mindestens drei Sätze. Die ersten drei Durchgänge wurden öffentlich mit Klavierbegleitung im Studio II des Bay. Rundfunks durchgeführt.
Auch im Schlusskonzert unter Dean Dixon konnte man die Verschiedenartigkeit des Spiels der beiden Preisträger studieren. G.-M. Touvron spielte das Haydn-Konzert sehr kultiviert, doch noch nicht genügend ausgefeilt und souverän. Für J. Coffmann wollte nach einem bravourös gespielten zweiten und dritten Satz des Hummel-Konzerts der Beifall des Publikums nicht mehr enden. Zu Ehren der Amerikanerin, die in eine Domäne der Männer eingebrochen war, erhob sich sogar das Orchester. Fazit des Wettbewerbs: Talente gab es viele, einen neuen Maurice André jedoch nicht.