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Das Horn-Singen

Earl S. Saxton plädiert für ein „singendes“ Hornspiel und betont Klangbildung durch Lippenvibration, Atemkontrolle und gesangsorientierte Technik.
Das Horn-Singen

Jede Brass Bulletin-Nummer enthält hochinteressante Artikel. Die Doppelnummer 5/6 vom Herbst 1973 aber ganz speziell, weil darin ein Thema behandelt wurde, das mich als Hornisten und Hornlehrer ganz besonders berührte, sodass ich darauf zurückkommen möchte. Es handelt sich um die Artikel von Heinz Knodt, Robert Bouché und Pfr. Dr. h.c. Wilhelm Bernoulli.

Vor mehr als 20 Jahren studierte ich Horn bei Victor C. Kress, einem Kollegen (Trompeter) im San Francisco Orchester. Von ihm lernte ich das Horn-Singen, im Gegensatz zum Horn-Blasen. Später nahm ich regelrechte Gesangstunden an der Berkeley Universität und übte mich in der Anwendung der Gesangstechnik auf das Hornspiel. Diese zwei Jahre haben sowohl die Qualität meines Tones wie Phrasierung, Leichtigkeit und überhaupt die Musikalität meines Spiels mehr gesteigert als jene Jahre vorher, in denen ich hauptsächlich die mechanisch-technische Seite zu verbessern suchte. Somit hätte Heinz Knodts Vorschlag: «Gesangsstunden für Blechbläser» keinen besseren Befürworter finden können als mich!

Prof. Knodts Referenzliste: Reiche, Altenburg, Agricola, Wetzler und Baumann, alles Befürworter des Singens im Zusammenhang mit Blasen, möchte ich noch einige Namen berühmter Hornisten beifügen: Dr. Birchard Coar, der 1952 das Buch «A Critical Study of the Nineteenth Century Horn Virtuosi in France» (DeKalb, Ill.) herausgab. Darin zitiert er ca. 10 berühmte Horn-Professoren des Pariser Konservatoriums, welche nicht nur Solfège empfehlen, sondern seine Anwendung im Hornspiel.

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Brass Bulletin 10, I / 1975 Seiten 17–33

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