Das Horn in Frankreich
Von Daniel Bourgue
(Deutsche Zusammenfassung)
Aus den vergangenen Zeiten sind auf der ganzen Welt hornartige Blasinstrumente zu finden. In Europa gab es ursprünglich den skandinavischen LUR und den römischen CORNU, beide aus gebogenen Metallröhren.
In Gallien hiess dieses Instrument bei den Kelten CARNYX. Eine Abbildung ist am römischen Siegestor von Orange zu sehen.
Bis zum 14. Jht. verschwinden die Metallhörner aus dieser gallorömischen Zeit. Sie werden von ausgehöhlten Viehhörnern ersetzt.
Vom 14. Jht. an erscheint der direkte Vorgänger des heutigen Horns, nämlich das JAGDHORN.
Die Fortschritte im Instrumentenbau – besonders den Mundstückbau betreffend – ermöglichen bald den Übergang von « rhythmischen Signalen » des 14. u. 15. Jht. zu den « melodischen Signalen » (André Philidor, dit l’Aîné, ?–1730). 1664 verwendet auch Jean-Baptiste LULLY (1632–1687) das Jagdhorn in seiner Oper « La Princesse d’Elide ».
Weiterlesen
Zugang zum vollständigen digitalisierten Brass Bulletin Archiv • CHF 5.– / Monat · jederzeit kündbar