BrassBulletin

Internationales Magazin für Blechbläser

Brass Bulletin 31, III / 1980 (Seite 97–98) · 2 Min. Lesezeit
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Frauen und Blechblasinstrumente: 3 Porträts

Barbara Stone, Betty Anderson, Kate Kaminga

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Frauen und Blechblasinstrumente: 3 Porträts

Betty Anderson und Kate Kamminga

Barbara Stone

Barbara Stone begann bereits mit sieben Jahren Cornet zu spielen. Sie spielte lange Zeit in der Durnovaria Silver Band (Dorchester/England), wo sie innert kurzer Zeit vom 3. Cornet zum principal solo cornet avancierte. Als Mitglied der National Youth Brass Band von England wurde sie assistant principal solo cornet von Phillip McCann. Während den Jahren 1963–1971 spielte Barbara Stone als assistant principal solo cornet in der Hanwell Brass Band, top section championship B.B. Mit dieser Band spielte sie in unzähligen Konzerten, Radio- und Schallplattenaufnahmen und nahm mit der Band an verschiedenen Wettbewerben teil.

Nach ihrer Ausbildung an der Royal Academy of Music in London, mit Hauptfach Trompete und Dirigieren, avancierte Barbara Stone in der Hanwell Band zur Vizedirigentin. In den Jahren 1971–1976 dirigierte Barbara Stone dann die Swindon Band, mit der sie mit grossem Erfolg an den Finals der National Championship of Great Britain teilnahm. 1977 kehrte Barbara als Dirigentin zurück zur Hanwell Band, mit der sie sofort verschiedene Wettbewerbe gewann.

Barbara Stone ist verheiratet und unterrichtet Trompete/Cornet an den Schulen von Hertfordshire. Sie ist zudem immer beschäftigt als Jurymitglied an Wettbewerben, sowie als Dirigentin mit der Hanwell Band. Barbara Stone geniesst in der von Männern beherrschten Musikszene einen ausgezeichneten Ruf als Dirigentin. Sie wird gegenwärtig als erfolgreichste Frau an Englands Dirigentenpulten bezeichnet.

Betty Anderson

Betty Anderson

Betty Anderson

Betty Anderson begann mit acht Jahren Althorn zu spielen. Sie gewann unzählige Wettbewerbe auf diesem Instrument, u.a. wurde sie zweimal englische Althornmeisterin. Bereits mit 14 Jahren begann sie zu dirigieren. Zuerst waren es Blechbläserquartette, dann verschiedene Posten als Vize-Dirigentin bei Brass Bands.

Nachdem Betty Anderson mehrere Jahre als erste Althornistin in verschiedenen top-class Brass Bands gespielt hatte, wo sie sich auch als Solistin einen vorzüglichen Ruf erwarb, entschied sie sich, nun voll ins Dirigieren «einzusteigen». Die Rathby Band brachte sie innert 6 Jahren von der vierten Stärkeklasse in die Höchstklasse (championship section). Erst kürzlich gewann sie das Belle Vue Spring Festival in Manchester mit ihrer Band.

Betty Anderson ist zudem als Lehrerin für Blechinstrumente tätig, wo sie schon unzählige junge Musikanten ausgebildet hat. Sie amtiert gegenwärtig als Vorsitzende der englischen National Youth Brass Band und als Jurymitglied verschiedener Wettbewerbe. Betty Anderson ist der Ansicht, dass es für eine Frau wichtig sei, zu akzeptieren, dass sie in einer Bewegung mitmacht, die von Männern dominiert wird. Während ihrer Tätigkeit sei sie jedenfalls immer gut mit den männlichen Kollegen ausgekommen und von diesen immer wieder aufgemuntert worden.

Betty Anderson wird heute zu den erfolgreichsten weiblichen Dirigentinnen in England gezählt.

Kate Kamminga

Kate Kamminga

Kate Kamminga

Kate Kamminga begann mit acht Jahren Cornet zu spielen. Sie spielte damals in der von ihrem Vater dirigierten Band von Geerkesklooster (Holland). Später lernte sie auch Orgel spielen und bildete sich zur Musiklehrerin aus für Klavier, Orgel und Trompete/Cornet. Mit siebzehn Jahren begann sie ihre ersten Gehversuche als Dirigentin der Youth Band von Vita Nova Niezijt.

Seit einigen Jahren dirigiert Kate Kamminga verschiedene Lokal-Chöre und Brass Bands, mit denen sie erfolgreich an unzähligen Konzerten, Radioaufnahmen und Wettbewerben teilnimmt.

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