Doch selbstverständlich kommt auch das EBQ an der Alten Musik nicht vorbei (Sine Qua Non DIGI 102 und 2014, «Renaissance Brass» und «Baroque Brass») und hat von führenden US-Komponisten der Gegenwart (Bernstein, Schuller, Fennelly u.a.) Werke bestellt und uraufgeführt.
«Empire Brass Quintet» nennen sich die fünf Neuengländer nicht etwa deshalb, weil sie Queen Elizabeth II. und Präsident Jimmy Carter den Willkomm zu blasen die Ehre hatten, sondern weil sie sich 1972 in New York (dem «Empire State») konstituierten, als drei von ihnen dort für Leonard Bernstein tätig waren.
Heute ist ihr Stützpunkt die Boston University, wo sie auch alle unterrichten — nicht zuletzt am selben Tanglewood Institute, wo sie vor zehn Jahren, damals selbst noch Schüler, von Michael Tilson Thomas erstmals zusammengebracht worden waren.
Die «Super-Virtuosen», wie Thomas sie heute nennt, sind Rolf Smedvig, Ex-Solotrompeter im Boston Symphony Orchestra, Charles A. Lewis Jr., Allround-Trompeter und Lehrer am New England Conservatory of Music, Hornist David Ohanian und Posaunist Norman Bolter, beide Mitglieder der Bostoner Symphoniker, und Samuel Pilafian, gesuchter und weitgereister Freelance-Tubist, Mitglied des American Ballet Theatre Orchestra.