Brass Bulletin 12, III / 1975 (Seite 5–7) · 2 Min. Lesezeit
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Die Ergebnisse des Fragebogens (Brass Bulletin 10), die Gründung eines Internationalen Blechbläserverbandes betreffend (eine amerikanische Initiative), sind ärmlich: 40 von über 1000 Personen haben geantwortet, also nicht einmal 4 %, davon ist die Hälfte dagegen. Die interessantesten Bemerkungen zu diesem Thema lesen Sie in der Rubrik C: Leserbriefe.

Der «Associationismus», wie die Soziologen sagen, breitet sich ständig aus, und zwar besonders in den Ländern, in denen das Individuum seine Einsamkeit und Ohnmacht den verschiedenen Mächten gegenüber, die in sein Leben (bewusst oder unbewusst) eindringen und es mehr oder weniger regieren, am tiefsten empfindet (der Musiker, z. B., wird immer stärker von den wirtschaftlichen Kriterien, die die Ausübung seines Berufs beeinflussen, gefangengenommen).

Ist sich aber jenes Individuum bewusst, dass der Verein (Association), dem er Vertrauen schenkt und auf den er seine Hoffnung setzt, nach demselben Schema aufgebaut ist, wie die Gesellschaft, und dass er schliesslich in seinem Verein ebenso passiv sein wird wie in der Gesellschaft? Es sind doch immer die gleichen, die etwas unternehmen, die aktiv sind … Es sei denn, die Mehrzahl der Abonnenten wünsche es anders, Brass Bulletin wird sich weiterhin an den Einzelnen unter Euch richten, mit dem Ziel, verschiedene Meinungen, verschiedene Themen, verschiedene Informationsquellen sprechen zu lassen, damit jeder finden mag, was ihn interessiert und sein Wissen bereichert.

Brass Bulletin steht natürlich allen Mitgliedern aller Vereine zur Verfügung, und die Verantwortlichen der Vereine können sich seiner bedienen, um ihr Programm, ihre Tätigkeiten und die Sonderereignisse ihres Vereinslebens bekannt zu machen (Rubrik B: Chronik, oder C: Leserbriefe).

Es ist uns eine Freude, ankündigen zu können, dass Jean Douay, Soloposaune des Orchestre National de France, von nun an uns zur Seite steht, um dem Bereich Posaune im Brass Bulletin das Gewicht seiner Berufserfahrung zur Verfügung zu stellen. Nach Roger Bobo für den Bereich Tuba erhält hiermit das Redaktionsteam eine erfreuliche Hilfe.

Obwohl die Mitarbeit dieser Persönlichkeiten sehr wertvoll ist, sollte sie nicht als ausschliesslich oder einschränkend empfunden werden. Jeder Musiker sollte seine Meinung, seine Gedanken äussern, auch wenn sie von denen jener, die hier öfters schreiben, abweicht.

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